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Zerstreut und stellenweise häufig an frischen, feuchten, schattigen, humosen Standortenin Wäldern, Schluchten, Gebüschen, auf Waldschlägen, in Hochstaudenfluren, an Bachufern, aufbeschatteten Wiesen-, auf Humus, Felsen und Felsschutt. In der montanen und subalpinen Stufe(bei Bozen am Grödener Joch bis 1700 m, ebenso hoch am Südabhang des Churfirsten im KantonSt. Gallen) verbreitet, seltener auch in der Ebene. Auf allen Unterlagen, wenn eine isolierendeHumusdecke vorhanden, auch auf Kalkboden, hier Jedoch seltener als auf Silikatgesteinsböden.
In Deutschland in Süddeutschland in den Alpen und im oberen Teil der Schwäbisch=bayerischenHodiebene verbreitet, in den unteren Teilen der letzteren, im Jura, in der oberrheinischen Tiefebene undauf Musdielkalk zerstreut, im Keupergebiet etwas häufiger, ebenso im Urgebirge (z. B. Schwarzwald,
Vogesen, Bayerischer Wald und in den mittel»deutschen Gebirgen) ziemlich verbreitet undhäufig, selten in die Ebene vordringend; nord»westlich und nördlich bis Lothringen, Echter»nach, Trarbach, Hohensolms bei Wetzlar,Vogelsberg, Rhön, in Thüringen bis zur Un=strut, um Rudolstadt, Saalfeld, bei Suhl, Ross»leben, Gumperda, Schlöben, Neuengönne,Roda, Rutha, Berka an der Ilm, Eisenberg,um Naumburg, Lothariusberg im LodersleberForst, bei Bibra (jedoch nicht um Erfurt), inSachsen in den Gebirgen und bis in die Ebenevordringend, Schlesien (in Mittel» und Ober»Schlesien : Niesky, Lobtengebirge, RienbergerForst bei Breslau, Oberglogau, Leobschütz,Katscher; nördlich dieser Linie nur verwildert);in Ost» und Westpreussen fehlend und auchnicht verwildert, bei Harburg am SchwarzenBerge (1887) verwildert. — In Oesterreichin Böhmen zerstreut im Riesengebirge, Iser»gebirge, Erzgebirge, Böhmerwald, Brdywald(im übrigen Gebiet sehr zerstreut), in Mährenauf dem Westplateau hie und da, häufigerim Gesenke und in den Beskiden, in Schlesienzerstreut, in Salzburg zerstreut, in Oberöster»reich häufig von der montanen Stufe bis in dieVoralpen, in Steiermark sehr häufig bis in dieVoralpen, in Kärnten und Krain zerstreut,in Vorarlberg (Bergunt, Schadona), in Nord»tirol im Almajurtal, im Inntal bei Seilrain,im Stubaital bei Valbeson, im Gsdinitztal,bei Schmira, bei Floite, in Südtirol am Grödenerjoch, bei San Martino. — In der Schweiz ziemlich verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: West*, Mittel» und Osteuropa (südlich bis zu den Pyre=näen, bis Oberitalien und bis zu den Illyrischen Gebirgen); gemässigtes Asien; Nordamerika.
Die Pflanze ändert wie so viele systematisch isoliert stehende Arten wenig ab.
Aruncus Silvester gehört dem zirkumpolar»montanen Element an. Die Pflanze bevorzugt luftfeuchte,lichtarme Standorte und einen, humosen Boden, kommt aber unter den beiden ersten Bedingungen auch auf Fels»schutt, Geröll, Felsen ebenso wie auf tiefgründigen Erdlagen und im Trockentorf der Laub» und Nadelwälder vor.Am häufigsten ist die Art in feuchten, schattigen Schluchten an nordexponierten Hängen, zusammen mitParis quadrifolius, Lilium Martagon, Stellaria nemorum, Actaea spicata, Ranunculus lanuginosus, Lunaria rediviva(Bd. IV, I, pag. 355), Dentaria spec., Impatiens noli tangere, Circaea lutetiana, Senecio Fuchsii, Prenanthes purpureausw. anzutreffen. Ausserdem findet sie sich im Alnetum incanae, im Buchen» und Fichtenwald, in der Karflur,im Alnetum viridis, an schattigen Bachufern und an quelligen Stellen, in Holzschlägen sowie auf schattigen, humosenWiesen. — Die Blüten (nach Kern er bis 10 000 in einem Blütenstand) sind nektarlos 5 der Anlockung der Insektendient lediglich der reichlich erzeugte Pollen. Als Besucher wurden u. a. Anthrenus pimpin6llae, Meligcithes spec.,Sphegiden, Musciden und Syrphiden beobachtet. Im allgemeinen sind die Blütenstände der männlichen Pflanzen dichter