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5. Unterfamilie Rosoi'deae. Sträucher, Stauden, seltener audi einjährige Kräuter mit ungeteilten odermeist geteilten Laubblättern. Nebenblätter stets vorhanden (Fig. 999). Blüten gross oder seltener klein und un=scheinbar, einzeln oder zu meist armblütigen Blütenständen vereinigt. Kelchblätter meist 4 oder 5. Aussenkeldisehr oft vorhanden. Kronblätter meist 4 bis 5, seltener mehr, gelb, weiss oder rosa. Fruchtblätter zahlreich, aufhalbkugeligem oder kegelförmigem Fruchtträger, seltener wenige oder 1, frei, in den hohlen Kelchbechereingeschlossen. Samenanlagen 1 bis 2. Griffel häufig Seiten» oder grundständig. Früchtchen nie aufspringend.Hierher die Tribus: a) Roseae mit krugförmiger oder röhriger, die Früchtchen einschliessender, zur Frucht»zeit sich erweichender Blütenachse. Mit 1 Gattungi Rosa (CCCCIV). b) Kerriöae mit flacher oder ge»wölbter Blütenachse, mit vielen, nach oben verschmälerten Staubblättern und mit wenigen, in einem Kreisestehenden Fruchtblättern. Hierher folgende Gattungen: Rhodötypus mit einer Art: R. kerrioides Sieb,et Zucc. (= R. tetrapetala Mak.), Fig. 1000. Bis 2,5 m hoher Strauch mit gegenständigen, kurzgestielten, eiförmigenoder eilänglichen, zugespitzten, unregelmässig doppeltgesägten, mit krautartigen Nebenblättern versehenen,oberwärts ganz und unterwärts fast verkahlenden Laubblättern. Blüten meist einzeln, an kurzen, beblättertenZweigen endständig. Kelchblätter 4, laubartig, grobgesägt, ungleich, bleibend-, Aussenkelchblätter klein, lanzettlich.Kronblätter 4 (Fig. 1000 c und Fig.l003a), rundlich, kurzgenagelt, weiss. Staubblätter zahlreich. Fruchtblätter (2 bis) 4(bis 6), vor den Kronblättern stehend, durch einen Ligula»ähnlichen Auswuchs des Achsenbechers überdeckt.Frucht rundlich eiförmig, mit glänzend schwarzer, harter Schale, mit nicht saftigem, schwammigem Epikarp.Samen mit reichlichem Nährgewebe. — V. In Japan einheimisch, bei uns häufig als Zierstrauch kultiviert. —Körria, mit einer Art: K. JapönicaDC. Nessel» oder Goldröschen. Fig.
1001. 1 bis 3 m hoher Strauch mitkriechender Grundachse. Laubblätterkurz gestielt, eilanzettlich, lang zugespitzt,doppeltgesägt. Blüten einzeln, an Kurz»trieben endständig. Kelchblätter 5, ganz»randig. Kronblätter 5, gelb, rundlich»verkehrteiförmig, kaum genagelt. Staub»blätter zahlreich. Fruchtblätter (4) 5 (6).
Kelchbecher mit einem flachen Diskus.
Früchtchen trocken, dunkelbraun. — V.
In China einheimisch, in ganz Ostasienkultiviert, in Mitteleuropa meist mit ge»füllten Blüten in Gärten als Zierstrauchangepflanzt, zuweilen auch verwildernd.
— Neviüsia mit 1 Art (N. Alaba»mensis A. Gray) in Alabama vor»kommend. Selten in Gärten kultiviert.
c) UlmarUae. Blüten mit flacher oderschwach vertiefter Achse. Staubfäden ver»schmälert, fast keulenförmig. Hieher alseinzige Gattung F i 1 i p e n d u 1 a (CCCCIII).
d) Potentilleae. Blüten mit flacher odergewölbter, schüsseiförmiger, seltenerbecherförmiger Achse, mit nach obenverschmälerten Staubblättern und meistzahlreichen, oft zu einem Köpfchen ver»einigten, selten wenigen Fruchtblättern.
Laubblätter gefingert oder gefiedert, Seite»ner einfach. Hierher die Gattungen Rü =bus(CCCXC), Fragäria (CCCXCIV),
Duch^snea (CCCXCIV), Cömarum (CCCXCI), Potentilla (CCCXCII, Horkelia mit 5 Arten in Nord»amerika (Rocky Mountains und Californien), Horkelidlla mit 3 Arten in Californien, Ivösia mit etwa 10 Artenin Nordamerika, Sibbäldia (CCCXCIII), Pot äni nia mit 1 Art (P. Mongölica Maxim.) in der Mongolei, Chamae»rhodos mit etwa 5 Arten in Sibirien und Nordwestamerika; Waldsteinia (CCCXCVIII), Co 1 üria mit 12 Artenin Sibirien, G6um (CCCXCVI), Sieversia (CCCXCV), Fallügia mit 1 Art (F. paradöxa [Don] Endl.) imnordwestlichen Amerika; Cowänia mit 3 bis 4 Arten in Mexiko und im südwestlichen Nordamerika, vondenen eine Art (C. Mexicäna Don) ab und zu kultiviert wird; Dryas (CCCXCVII). Die 6 letzten Gattungen
Fig. 1000. Rh odotypus kerrioides Sieb, et Zucc. a Blütenzweig (*/a natür-licher Grösse), b Kelch von unten, c Blüte, d Blüte im Längsschnitt, e Frucht-stand. / Teilfrüchtchen, g Dasselbe längsgeschnitten.