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seite häutigen, pergamentartigen oder steinigen Fruchtblättern eine Scheinfrucht („Kernapfel" oder „Steirapfel")bildend. Fruchtfächer 1» bis wenigsamig. Samen ohne Nährgewebe. Keimblätter plankonvex, meist fleischig.
Die Pomoideae zerfallen ihrerseits wiederum in die beiden Tribus der MespiUae mit 1 bis 5, zugetrennten Steinen auswachsenden, aussen grösstenteils von der fleischigen Blütenachse umgebenen Frücht 3blättern und in die P i r & a e mit 2 bis 5, an der Innenseite häutig oder pergamentartig überzogenen Frucht»
blättern. Hierher die Gattungen: Cotosnedster (pag. 682), Pyracdntha (pag.688), N a g 61 i a mit 2 Arten in Mexiko,Osteom6les mit etwa 11 Arten (die meusten in Südamerika), Cydönia (pag.689),Chaenom6les(pag.693),Docynia mit1 bis 3 Arten im Himalaya, P i r u s (pag.694), S o r b u s (pag. 705), Malus (pag. 745),M i c r o m e I e s mit 6 Arten in Vorder»Indien, China und Japan, Rhaphiol6pismit 4 oder 5 Arten im subtropischenAsien (R. Indica [L.] Lindl, und R.Japönica Sieb, et Zucc. 1= R. umbel»lata Thunb-1 mit immergrünen, einfachenLaubblättern werden in Kalthäusern alsZiersträucher kultiviert). Eriobötryamit 1 Art in China und Japan : E r i o -botrya Japönica Lindl. (= CrataegusBibas Lour.), Japanische Mispel; franz. :N6flier du Japon, bibacier; ital.: Nespoledel Giappone. Fig. 998. Kleiner Baummit sehr kurz gestielten, grossen, läng»lidien, am Grunde verschmälerten, grobgezähnten, oberseits glänzenden, unter»Fig. 998. Eriobotrya Japonica Lindl, a Blühender Zweig ( l /n natürlieher seits dicht gel bwol ligafilzigen, lederigen,Grösse), b Bltite. c Fruchte, rf, e Längs- und Querschnitt durch die Frucht. deutlich gefurchten Laubblättern. Blüten
unscheinbar, in den traubig»rispigen,wolligen Blütenständen fast versteckt, öfter gefüllt. Kelchblätter 5, rundlich, bleibend. Kronblätter 5, rundlich ver»kehrt»eiförmig. Fruchtblätter 5, miteinander vollständig verbunden, oben mit freier Gipfelfläche. Griffel frei, amGrunde wollig behaart. Scheinfrucht verkehrt»eiförmig, etwas abgeflacht, kahl, glatt, gelb; Fruchtfleisch schwachsäuerlich=süss, sehr saftig. Kerne meist 2 bis 3 (1 bis 7), gross, abgerundet-eckig, glänzend braun, glatt j Keimblätter(selten 3) sehr dick. Die Pflanze wurde von J. Banks 1778 aus Japan nach England eingeführt und wird heute ausserin China, Japan, Indien und Chile auch in den Mittelmeerländern der essbaren Früchte wegen kultiviert j die an»genehm schmedeenden Früchte reifen von April bis Juni, sind aber wenig haltbar. Aus dem Mittelmeergebietwerden sie nach Deutschland auf den Markt gebracht. Die reifen Früchte enthalten 6 °/o Invertzucker, 4,94 °/oSaccharose, 0,6 °/o Aepfelsäure (jedoch keine anderen Säuren), 3,3 °/o Pektin und 6,3 °/oPentosane, die Kerne etwas freie Blausäure, Amygdalin und Laurocerasin, die jungen Blätterein Saponin. Nach Alfred Ernst ergrünen die Samen bereits im Dunkeln, unabhängigvom Licht. Photinia mit etwa 20 Arten im südlichen und östlichen subtropischen Asienund wärmeren Nord» und Mittelamerika, von denen P. villösa DC. und P. gldbra Maxim,ab und zu in Kalthäusern und in Gärten angetroffen werden, Stranveesia mit 5 Artenin China, Tibet und im Himalaya, Peraphyllum mit 1 Art (P. ramosissimum Nutt. imnordwestlichen Amerika), Mespilus (pag. 739), Pourthisa mit 5 Arien im Himalaya,in Ostasien und auf den Gebirgen der Sunda»Inseln, Amelanchier (CCCLXXXIX) undChamaemdes mit einer (Ch. coriäcea Lindl.) im Erlöschen begriffenen Art auf Ö
Madeira. Ausführliches über die Pomoideae bei K o e h n e, E. Die Gattungen der Pomaceen, Fig '„ 999, La I u i > , b ! att
° ' von Rosa mit Neben-
Berlin 1890. Burgerstein, A. Vergleichend»histologische Untersuchungen des Holzes der blättern.
Pomaceen. Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften Wien. Mathem. »natur»
wissenschaftl. Klasse. Bd. CIV Abt. I (1895) und Bd. CV Abt. I (1896). — Folgner, V. Beiträge zur Syste»
»natik und pflanzengeographischen Verbreitung der Pomaceen. Oesterr. Botan. Zeitschrift. Bd. XLVII, 1897. —
Osterwalder, A. Blütenbiologie, Embryologie und Entwicklung der Frucht unserer Kernobstbäume. Land»
wirtschaftliche Jahrbücher. Bd. XXXIX, 1910.