sehr gross, oft tütenförmig, bisweilen röhrenförmig zusammenschliessend. Blüten beteilig, in einem, sehr selten2 (3) Blütenköpfchen an der Achse. Frucht ziemlich kurz in den Griffel verschmälert. — V.
Einheimisch im atlantisdien Nordamerika vom nördlichen Florida und Ostmexiko bis Ost«Nebraska,bis zum Nordende des Ontariosees und zum nördlichen Vermont. Häufig auf nährstoffreichen, feuchtenBöden, besonders an Flussufern, hier auch auf Sandbänke und Kieselluvionen übergehend. Das Holz findetfür Möbel, Täfelungen, Zigarrenkistchen usw. Verwendung. In Europa wird der Baum, der weniger frost»empfindlich ist als P. Orientalis, seit dem Anfange des 17. Jahrhunderts in Gärten und Parkanlagen und zwar be=sonders in West» und Mitteleuropa kultiviert. Aendert ab: var. Hispänica Wesmael. Laubblätter grossbis sehr gross, 3» bis 5=lappig, am Grunde herzförmig oder gestutzt. Lappen breit, sehr kurz, stumpf, ringsumdicht buchtig gezähnt (in Spanien oder aus der Kultur entstandenj bei uns wohl selten kultiviert). — 1. pyra.middlis Bolle. Wuchs pyramidenförmig. Zähne der Laubblätter oft borstenförmig zugespitzt. —1. tubiferaJaennicke. Nebenblätter sehr lang röhrenförmig verwachsen. — 1. Suttnöri hört. Laubblätter weissbuntgefleckt. — 1. Kelseyäna Jaennicke. Laubblätter goldgelb gefleckt und punktiert. — Nach durchaus glaub»würdigen Angaben soll der Baum in Amerika derartige Dimensionen annehmen, dass durch den ausgehöhltenStamm ein Reiter hindurchkommen und darin ein geräumiges Zimmer eingerichtet werden kann.
Platanus acerifölia Willd. (= P. Orientälis L. var. acerifolia Alt.). Ahornblätterige
Platane. Fig. 990, 991, 993 und 995.
Stamm nicht selten bis zur Spitze durchgehend; Borke in grösseren Platten abspringend. Laubblättermeist 5», seltener schwach 7» oder an jüngeren Trieben auch 3=lappig, am Grunde meist gestutzt, stumpfwinkelig
bis schwach herzförmig,sehr selten keilförmig, aufder Unterseite in den Blatt»winkeln verkahlend. Mittel»läppen fast immer längerals am Grunde breit. Ein«schnitte z wisdiendenLappenmeist weniger tief als bei P.Orientalis, jedoch tiefer alsbei P.Occidentalis. Lappenseicht buchtig gezähnt (f.dentäta) und dann eiförmig(ähnlich wie bei P. Orien»talis) oder ± ganzrandigund dann dreieckig. Neben«blätter mittelgross. Frucht»köpfchen meist zu 2, aucheinzeln oder zu 3. Fruchtkegelförmig, spitz. — V.
P. acerifolia stehtbezüglich ihrer Merkmalezwischen P. Occidentalisund P. Orientalis (siehediese) und ist vielleicht ein
Fig. 993. Pia tanus acerifolia Willd. a Zweig mit männlichen Blüten, b Junges Laubblatt. c Mann- Bastard dieser beidenArten,licher Blutenstand durchschnitten, d Männliche Blüte, c Staubblatt. / Männlicher Blütenstand. möglicherweise aber auch
eine Kulturform von P.
Occidentalis, der sie durch die Form der Laubblätter näher steht. Nach anderen Autoren soll die Art inLycien einheimisch sein, nach Do de in Süditalien. Auch nach C. Sprenger (Mitteilungen der DeutschenDendrologischen Gesellschaft 1917, pag. 166) kommt P. acerifolia in Sicilien vor. Im Mittelmeergebiet, besondersim östlichen ist der Baum verbreitet und zwar sowohl kultiviert in bis über 40 m hohen Stämmen alsSchattenspender an Quellen und Brunnen sowie auf sonstigen frischen, nicht austrocknenden Böden alsauch wild in niedrigen Baum» und Buschformen an Bachufern, an Rinnsalen, in Gebirgsschluchten, feuchtenNiederungen usw.; im Ala Dagh des Taurus stehen üppige Exemplare an Wasserläufen in 800 bis 1000mMeereshöhe.
Aendert abs var. liquidambarifölia (Spach). Lappen der Laubblätter armzähnig oder ganz»randig, meist schmal. — var. v i t i f 6I i a Spach. Lappen rautenförmig=lanzettlich oder fast rautenförmig, tief