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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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und ungleich buchtig gezähnt, meist breit. var. cuneäta (Willd.). Laubblätter am Grunde deutlich keil»förmig, kleiner und kürzer gestielt als beim Typus (Ob eigene Art.? Vgl. pag. 658). var. di g i t d t a Jankö. Lappender Laubblätter sehr schmal, verlängert (obeigene Art? Vgl. pag. 658). KommtumNeapelwild vor. In der Kultur wird der Baum dortdurch Pfähle (Riesenstecklinge") vermehrt;solche Stämme sind dann später am Fehleneiner Verdickung der Stammbasis zu er»kennen, welche bei den aus Sämlingen er=zogenen Bäumen regelmässig vorhanden ist.

In Mitteleuropa wird die Art (angeblichschon seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts)häufig kultiviert und verwildert hie und da.

Sie ist die widerstandsfähigste der 3 kulti»vierten Bäume; in der Ostschweiz wird sienoch bei 800m als Strassenbaum angepflanzt,in Westpreussen ist sie gut akklimatisiertund gedeiht erst östlich der Provinz Posenund östlich von Danzig nicht mehr. Es scheintau di, dass P. acerifolia in Mitteleuropa vielhäufiger angepflanzt wird als P. Occidentalisund die letztere allmählich ganz verdrängt,lieber die Geschichte derLondoner Platane"

(P. acerifolia) siehe Henry, Augustine undF1 o o d, Margaret in Proceedings of theRoyal Irish Academy, 1919.

Platanus OrientdlisL. (= P. insuläris ... OQ . . : _ . . . ,. , , .

v rig. 994. Platanus Orientalis L. a Zweig mit Fruchtstand (*/» naturlicher

DC.). Morgenländer Platane, Grösse), b Zweig mit weiblichen Blüten, c Laubblatt, d Laubblattrand, e, f,

Wasserbuche, Sykomore, Kleider» * Haare deS Uubblatt f*: * Haarder BUttächsel. I, * Keimpflanzen> > ' / Mannliche?Blute. m Fruchtchen.

bäum. Fig. 994.

Bis 27 m hoher Baum mit meist abstehenden Aesten. Stamm oft"bis zur Spitze durchgehend; Borkean jüngeren Bäumen in grösseren Platten abspringend. Laubblätter 5» bis'-7»lappig, selten (an jüngeren Trieben)

3=lappig/ am Grunde meist lang keilförmig, selten ab»gestutzt und sehr selten eingebuchtet, 5», seltener 3»nervig. Mittellappen viel länger als am Grunde breit,durch tiefe Einschnitte von den Seitenlappen getrennt.Lappen ± stark buchtig=gezähnt (f. dentdta) oder gegenden Grund zu ganzrandig, seltener vollständig ganz»randig; Zähne spitz, mit aufgesetztem Hydathoden»spitzchen. Nervenwinkel auf der Unterseite verkahlend.Nebenblätter klein. Blüten 4*zählig, in 2, 3, 4 (bis 7),selten 1 Köpfchen. Früchte kegelförmig, in den Griffelzugespitzt. V. Heimat s Balkanländer ; Kleinasien,Westasien, östlich bis zum Himalaya.

Die Morgenländische Platane erreicht kolos»sale Dimensionen und ein ausserordentlich hohesAlter, worauf bereits Plinius und Pausanias hin»weisen. Im Alter werden die Bäume nicht nur hohl,sondern zerfallen schliesslich in mehrere Stämme.Bei den in den Homerischen Gesängen erwähntenAhornen handelt es sich wohl um Platanen. Be»rühmt sind die Platanen von Tostenik (Cannosa) beiRagusa, welche im 17. Jahrhundert gepflanzt wordensein sollen, ferner die alte Platane auf der Insel Kos,die Platane der Janitscharen in Konstantinopel, untern- n, ., , ^ , . o « der Muhamed II. im Jahre 1826 an einem Tage 15000

rig. 995. Platanus acerifolia Willd.Gekappte Baume". ' ^

Phot. Frau Isabella Hegi-Näf, Riischlikon (Schweiz). Janitscharen niederkartätschen Hess. Unter der 4000»