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am Grunde keilförmig, gestutzt oder schwach herzförmig, sehr veränderlich. Primärblätter von den Folge,blättern sehr verschieden. Blattnerven unterseits hervortretend; Hauptnerven handförmig geteilt, 3 bis 5 anZahl. Blattrand ungleichmässig grobgezähnt, seltener Lappen ganzrandig; Zähne mit aufgesetztem Spitzdien.Behaarung der jugendlichen Blätter wie an den jungen Zweigen dicht wollig»filzig. Haare vielzellig, ästig; Aeste derHaare in 1 bis 5 Quirlen zu (1) 3 bis 5 angeordnet (Fig. 994 d bis h; 992 h, i). Blattstiele am Grunde kurz 3=edrigverbreitert. Nebenblätter ziemlich gross, laubblattartig oder häutig, miteinander verwachsen und den Stengelkragenförmig umschliessend, gezähnt (Fig. 992 g). Blüten eingeschlechtig, einhäusig (reduzierte Staubblätter bezw.Fruchtblätter ab und zu vorhanden), zu dichten, kugelförmigen Blütenständen vereinigt) letztere gestielt, an didcer,
anfangs aufrechter, behaarter, später hängender und zuletzt zer»fasernder, kahler Achse ährenförmig oder in kugeligen Traubenangeordnet, 3» (bezw. 6») oder 4= (bezw. 8=)zählig (Fig. 992 k, 1).Blütenboden flach (Fig. 992 n). Kelchblätter dreieckig, ± stumpf,aussen behaart (Fig. 9921 und 993 d). Kronblätter keilförmig bisspatelig=eiförmig, kahl. Staubblätter vor den Kelchblättern stehend;Staubfäden sehr kurz. Staubbeutel dick, lang, keulenförmig, nachder Seite oder wenig nach innen aufspringend, mit nach obendach» oder schildförmig sich verbreiterndem, 4=eckigem Kon^nektiv (Fig. 992 m und 993 d und e). Fruchtblätter vor den Krön»blättern stehend, frei, länglich, allmählich in den Griffel ver»schmälert, behaart. Griffel dick, an der Spitze hackenförmiggekrümmt. Narbe an der Innenseite des Griffels herablaufend.Früchtchen zu einer kugeligen Sammelfrucht vereinigt; letzterean der Achse einzeln, zu 2, 3, 4 oder noch mehr (7). Frücht»chen nussartig, 4=kantig, verkehrt* Pyramiden förmig, in denspitzen Griffel verschmälert, am Grunde von einem I Iaar=schöpf umgeben (Fig. 992 o, p und 994 m), meist U (seltener 2=).sämig (Fig. 992 p). Samenanlagen orthotrop oder schwachhemianatrop. Keimling mit sehr spärlichem Nährgewebe undmit linealen Keimblättern (Fig. 994 i, k).
Ueber die Morphologie und Systematik der Gattungvgl. )aen nicke, Fr., Studien über die Gattung Platanus L.(Nova Acta Abh. K. Leop.=Carol. Deutschen Akademie derNaturf. Bd. LXXVII, 2, 1899) und die Monographie von L. A.Dode (Bull. Soc. Dendrolog. de France 1908). Nach demletzteren umfasst die Gattung 11 Arten, welche sich auf 3 Sek»lionen verteilen: 1.Sektion Orientäles Dode mit tiefgelappten,gezähnten, verkahlenden Laubblättern. Fruchtköpfchen zu 3 b s7. Hierher gehören: P. Orientdlls L. (vgl. unten), P.cunedta Willd. (vgl. unten P. Orientalis var. cuneata), P.acerifölia Willd. (vgl. unten), P. Orientälior Dode ausKleinasien, Nordpersien, Südturkestan, Afghanistan, P. digi»täta Gord. von Cypern und dem Kaukasus sowie P. Cretica Dode von Kreta. — 2. Sektion Racemösae Dodemit tiefgelappten, wenig oder nicht gezähnten, bleibend weich filzig=sammtig behaarten Laubblättern. Frucht»köpfchen zu 2 bis 7. Hieher gehören: P. Wr igthii Watson aus Mexico, New»Mexico und Arizona, P. racemösaNutt. (= P. Califörnica Benth.) aus Kalifornien (selten auch kultiviert) und P. Mexicana Moricaud ausMexico. — 3. Sektion Occidentdles Dode mit wenig tief gelappten, gezähnten, verkahlenden Laubblätternund mit 1 bis 3 Blütenständen. Hierher; P. Occidentdlis L. (siehe unten) und P. densicöma Dode aus Nord»amerika. — Jaennicke, welcher die orientalischen Arten unter P. Orientalis zusammenfasst, gliedert die Gattungin 6 Arten: P. Occidentalis, P. acerifölia, P. Orientalis, P. Mexicana, P. racemosa und P. Wrigthii. AndereAutoren verteilen diese Arten auf die beiden Gesamtarten : P. Orientalis, welche die Formen des Mittelmeer»gebietes und Vorderasiens umfasst und P. Occidentalis, welche die Nordamerika bewohnenden Formen ein»schliesst. Vgl. auch Jankö, J. Abstammung der Platane in Engler's Botanischen Jahrbüchern. Bd. 11 (1890).
Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch den Wind. Durch die schildförmigen, aneinander anschlies»senden Konnektive werden die engstehenden Staubblätter nach aussen wie durch ein Gehäuse abgeschlossen,sodass der Pollen sich in dem dadurch geschaffenen Hohlraum ansammeln kann und erst nach dem Ab»fallen der einzelnen Staubblätter verstäubt. Nach Kern er entwickeln sich die weiblichen Blüten vor denmännlichen; die letzteren sind gelb, die ersteren rot. Ab und zu kommen männliche Blüten mit verkümmerten
Fig. 991. Platanus acerifölia Willd.Phot. Rudolph Pfenninger, München.