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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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und Laub, die verseifbares Wachs, Harz, Gerbstoff und Zucker enthalten, finden in Nordamerika medizinischeVerwendung. Die oben genannten Arten von C e r ci dl p h y 1 lum, Corylöpsis, Fothergilla undP a r r 61 i a sind seltener gezogene Ziersträucher. Während P a r r 61 i a im Miocän in 4 Arten bis Westeuropa undSpitzbergen verbreitet war, ist die einzige noch lebende Art, die ihrer prächtig roten Herbstfärbung wegen auchbei uns in Parkanlagen seit langem kultivierte P. P er sie a (DC.) C.A.Meyer (= P. Siderodendron C.A.Meyer,= Hamamelis Persica DC.), das Eisenholz (Temir Agasch der Tartaren, Tui oder Aendschelu der Perser, Umbürtel imTalyschgebirge), auf die feuchtwarmen Laubwälder von Nordpersien beschränkt. Die typischen Fothergilla 1 )»Arten (F. Carolina [L.] Britton [-- F. alnifölia L. f., =F. Gardeni Jacq.] von Virginia bis Georgia, F. maior Lodd.[= F. monticola Ashe] in Karolina und Alabama) leben nur noch in Nordamerika; eine stärker abweichende Art(F. involueräta Falc. [= Parrötia Jacquemontiäna Decaisne, = Parrotiöpsis involucrata C. K. Schneider!)kommt in den Gebirgen von Kaschmir und Afghanistan zwischen 2500 und 5000 m vor. Auch die übrigenHamamelidaceen wie die erst kürzlich aus Zentralchina eingeführte Sinowilsönia Henryi Hemsl., zeigenähnliche Reliktareale.

9. Farn. Platanäceae 3 ). Platanengewächse,ist monotypisch und umfasst nur die eine Gattung Platanus. Die nächstenzu den Rosaceen zu bestehen s daraufhin deuten die Stammstruktur, der ' Ge»die perigynen Blüten und die freien Fruchtblätter. Besonders eng sind nach

Die FamilieBeziehungen scheinenhalt an Phloroglucin,

Blütenbodens undBau der Griffel,

Niedenzu die verwandtschaftlichen Beziehungen mit den Spiraeoideae (Ausbildung desder Fruchtblätter, Form der Laubblätter), vor allem bei den fossilen Formen. Derder Narbe und der Antherenerinnert auch an die Saxifra»gaceae und Hamamelidaceae.

Von den letzteren unter»scheiden sich die Platanaceendurch die freien Fruchtblätter,die geradläufigen Samenan»lagen und durch die nuss»artigen Früchte. FossileArten (z. B. Platanus pri»meeva Lesqu.) kommen schonin der Kreide vor (Nebraska,

Kansas); auch aus dem älterenTertiär von Nordamerikasind Platanus»Arten bekanntgeworden. Im mittleren undjüngeren Tertiär war dieGattung in Grönland, inEuropa, Nordasien und Nord»amerika verbreitet. An diefossilen Formen erinnernhäufig die Primärblätter derrezenten Arten. Wahrschein»lieh gehört nach der Art derNervenverteilung in denSpreiten auch die fossile

Gattung Credn6ria Zenk., die in verschiedenen Formen aus der mittleren und oberen Kreide bekannt ist,zu den Platanaceen. Sie wurde lange Zeit als Repräsentant einer ausgestorbenen Familie (Credneriaceae) be»trachtet und mit verschiedenen rezenten Familien (Urticaceae, Moraceae, Hamamelidaceae, Menispermaceae,Tiliaceae, Sterculiaceae, Vitaceae) in Beziehung gebracht.

Fig. 990. Platanus acerifolia Willd., in Tübingen. Phot. Forstamtmann Otto Feucht,

Crailsheim (Württemberg).

Platanus L. Platane. Franz.: Platane; engl.: Plane (amerik.: Buttonweed); ital.: Platano.

Bis über (?) 50 m hohe, tiefwurzelnde Bäume. Borke alljährlich in kleineren oder grösseren Stücken sichabblätternd (Schuppenborke". Fig. 991). Stamm dadurch grünlich, gelblich und bräunlich gefleckt. Laubblätterim Süden 2 bis 3 Jahre ausdauernd (bei uns sehr spät abfallend), gross, spiralig gestellt, langgestielt, 3= bis 7»lappig,

') Benannt nach dem amerikanischen Arzt ). Fothergill in Uptom, gest. 1780.2 ) Vom griech. nhitavas [plätanos], Name der Griechen für Platanus Orientalis.