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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
Entstehung
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564
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Verkümmerung der Fortpflanzungsorgane und des oft vergrösserten und petaloid entwickelten Kelches ent-standenengefüllten" Blüten, die zu schneeballähnlichen, zusammengesetzt«trugdoldigen, weissen, blassblauen

oder rötlichen Blütenständen vereinigt sind(Fig. 933 a und b). Sträucher, in den Tropen auchBäume, mit gegenständigen Laubblättern. Kelch»und Kronblätter 4 bis 5. Staubblätter 8 bis 10.Griffel 2 bis 5, frei oder unterwärts vereinigt. Frucht(bei uns selten ausgebildet) eine 2 bis 5»fächerigeKapsel. Samen sehr klein, oft geflügelt. In denWurzeln einiger Arten sind Glykoside festgestelltworden. Die heute so beliebtenHortensien*scheinen erst ziemlich spät, sicher nicht vor derzweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in MitteleuropaEingang gefunden zu haben; denn aus den Zier»gärten des Mittelalters werden sie nicht aufgeführt.Hieher Hydrangea radiätaWalt. (= H. niveaMich.). Fig. 933 e bis g. Strauch mit fast herzförmigen,unterseits silbergrau»filzigen Laubblättern. Stammtaus den Gebirgen von Georgia, Carolina undTennessee in Nordamerika.H. arbor6scens L.Ein bis 3 m hoher Strauch mit unterseits weich-haarigen oder kahlen Laubblättern, mit schirmför»migem Blütenstand und zweigriffligem Fruchtknoten.Stammt aus den atlantischen Staaten der Union.H. paniculäta Sieb. Strauch oder kleiner Baum.Unterscheidet sich von den zwei vorigen Artendurch den grossen, pyramiden» bis kegelförmigenBlütenstand, der bis 25 cm im Durchmesser er»reicht, und durch den 3» bis 4=griffligen, halbober«ständigen Fruchtknoten. Heimisch in Japan und imsüdlichen Teile der Insel Sachalin. H. HortensiaSieb. (= H. opuloides Koch, = Hortensia opuloidesLam., = Hortensia speciösa Pers.). Garten=Hortensie, Japanische Rose, Wasserstrauch (Fig. 933 a, b, c, d,h, i und Fig. 934).Einheimisch in Japan und Nordchina. Ausdauernder, kahler, 90 bis 150 cm hoher, ästiger Strauch. Laub,blätter gegenständig, eirund»oval oder eirund-länglich, zu»gespitzt, gezähnt, kahl. Blütenstand trugdoldig, ± abgeflacht(f. J a p ö n i c a hört.) oder ± gewölbt bis kugelig (f. m u t ä b i 1 i sLour.), am Grunde ohne Hochblätter. Blüten (4 bis 6petaloide Kelchblätterl) weiss, rosa, karminrot, bläulich»violett, lila, hellblau oder wechselfarbig, entweder wie beiderSchneeballoHortensie" alle oder fast alle unfruchtbar undstark vergrössert (Fig. 933 b ,C; Fig. 934) oder wie bei der Japa.nischen Hortensie die inneren unscheinbaren Blüten frucht»bar und nur die randständigen vergrössert und geschlechts»los (Fig. 933 a, d). Griffel 3 bis 4 (Fig. 933). Fruchtknotenunterständig. Diese heute besonders alsSchneeball»

Hortensie" (f. mutabilis) als Kübelpflanze für Vor»gärten, Veranden u. dgl. oder als Topfpflanze für Zimmerallgemein kultivierte, sehr dekorative Art wurde 1767 vonCommersonin China entdeckt und nach seiner GeliebtenHortense Barrö, die ihn auf seinen Reisen als Jäger ver»kleidet begleitete, benannt. Im Jahre 1790 wurde sie durchBanks nach Europa gebracht, wo sie in vielen Blüten»färben und mit gefransten Kelchblättern, ebenso mit ge-fleckten und weissrandigen Laubblättern sowie in hoch»

stämmigen Formen allgemein kultiviert wird. Sie war die

. , , , ,, _ y , rig. 934. Hydrangea Hortensia Sieb. f. mutabilis Lour.

Lieblingsblume der Königin Louise. Die Pflanze verlangt phot Dr G Hegi München

Fig. 933. Hydrangea Hortensia Sieb, a, b Blühende Sprosse, c Un-fruchtbare Randblüte, d Fruchtbare Mittelblüte, h, i Schema des Bluten-standes (nach Eichler). Hydrangea radiata Walt, e BlühenderSpross. / Blüten, g Fruchtknoten mit Narben.