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viel Wasser und einen kräftigen Boden. Um blaue Blumen zu bekommen, werden der Erdmischung — und zwareignet sich zu diesem Zwecke besonders Wiesenmoor» oder lehmige Ackererde — Eisenfeilspäne beigegebenoder die Pflanze wird mit Wasser begossen, in welchem längere Zeit altes Eisen gelegen hat. Monnier undKuczynski haben den Nachweis erbracht, dass die auf einem von Kalkstein ganz freien Kieselboden, derviel in reinem Wasser lösliches Eisen enthält, kultivierten rosa Hortensien blaue Blüten hervorbringen. Wirddiesem Boden aber etwas kohlen« oder magnesiumsaurer Kalk beigemischt, so werden dadurch die löslichenEisenverbindungen ausgefällt, sodass der Boden dem Wasser kein Eisen mehr abgibt; die Hortensien werdendann nicht blau. In der Kultur werden die Hortensien, die bei uns keine Samen erzeugen, durch Stecklingevermehrt. — Zuweilen werden vollständig „vergrünte" Blüten (die Kelchblätter sind normal ausgebildet, währenddie Kronblätter ganz fehlen) angetroffen; auch kann am Grunde des Blütenstandes ein bei dieser Art sonstfehlendes Hochblatt vorkommen. — Von den mit Haftwurzeln kletternden Arten wird gelegentlich H. scändensMaxim., aus der subalpinen Stufe von Japan stammend, kultiviert, ausserdem auch H. acumindta Sieb,et Zucc., H. heteromälla Don und H. serräta DC.
Die Gattung Deutzia 1 ) ist mit etwa einem Dutzend strauchiger Arten im gemässigten Zentral» undOstasien sowie in Nordamerika und auf den mittelamerikanischen Gebirgen zu Hause. Im Tertiär scheintdie Gattung — nach Funden im Samlande zu schliessen — auch in Mitteleuropa verbreitet gewesen zu sein. Im Bayer.Allgäu (Kempten) werden die Sträucher „Birkenblumen", in der Schweiz „Maierislistrauch" benannt. Zweigestielrundwie die Laubblätter zuweilen mit 1 »zelligen Sternhaaren (Fig. 935 h, i) bedeckt. Blüten weiss, in zusammen»gesetzten Trugdolden. Blütenachse glockig, mit dem Fruchtknoten vereinigt, zur Zeit der Fruchtreife verdicktund hart. Griffel 3 bis 4, lang fadenförmig (Fig. 935 b, e). Frucht hart, kugelig, 3» bis5=fächerig, zuletzt von untenscheidewandspaltig (Fig. 935 m) aufspringend. Die 3»spaltigen Filamente (Fig. 935 c, d) dürften nach Wettsteinnicht stipulare Zähne (Eichler) darstellen, sondern je einem Bündel von 3 Filamenten entsprechen, von denenallerdings die seitlichen keine Antheren tragen und auf blosse Zähne reduziert sind. — Hieher i D. g r a c i 1 i s Sieboldet Zucc. (Fig. 935 a bis e). Unterscheidet sich von verwandten Arten durch die unterseits fast kahlen Laubblätter.Dieselben sind länglich=lan» „3^
zettlich, 3» bis 4 mal so lang s» Ay mq ,
als breit. Staubblätter kurz2=zähnig, etwa halb so langals die Kronblätter. Auf»rechter, kaum meterhoherStrauch. — D. scdbraThunb. (Fig. 935 k bis m) hateiförmige bis eilanzettliche,
2= bis 2'/» mal so lange alsbreite, beiderseits reichlichsternhaarige, beim Berühren ®rauhe, scharf gesägte Laub»blätter und kaum gezähnteStaubblätter; letztere meistnicht viel kürzer als die Krön»blätter. — Die ähnlicheD. crenäta Sieb, et Zucc.
(Fig. 935 f bis i) unterscheidetsich von der vorigen durchdie gekerbten Laubblätter Islpy 9 of j
und durch die an der Spitze ***0. ^ ij m
3=zähnigen Staubblätter. — r n '
D. Sieboldiana Maxim. Fig. 935. Deutzia gracilis Sieb, et Zucc. a Zweig mit gefüllten Blüten, b Fruchtknoten mitist in neuerer 7eit unter dem Kelchabschnitten, c, d Staubblätter, e Uriffel. — Deutzia crenata Sieb, et Zucc. / Fruch-' tender Zweig, g Diagramm (nach Eichler), h, i Sternhaare (von der Unter- und Oberseite).
Namen „scabra eingeführt _ [J e u t z i a scabra Thunb. k Blühender Zweig. I, m Frucht,
worden, hat aber auf der Blatt»
Unterseite 4= bis 5»strahlige Sternhaare und meist ungezähnte Staubblätter, während die echte scabra unterseits10= bis 15»strahlige Sternhaare aufweist. Alle vier sowie noch weitere Arten (z. B. D. parviflöra Bunge) stammenaus Japan oder aus dem gemässigten Asien. Mehrere Bastarde, soder Treibstrauch D. Lemoin^i Lern. (= D.gracilis X corymbösa parviflöra) befinden sich häufig in Kultur, z. T. mit weiss, rosa oder rot gefüllten Blüten.
>) Benannt nach dem Amsterdamer Ratsherrn Johann van der D e u t z, einem Förderer von Thunberg.