markt, auf dem Eisenhut und auf der Frauenalpe bei Murau und bei Niederwölz; in Kärnten in derganzen Zentralalpenkette verbreitet; in Salzburg im Lungau bei Windsfeld und auf der Reitalpe bei Hüttschlag';in Tirol im Rienzgebiet im Lüsener»tale, im Pustertal, Taufertal, Rein»tal, Knuttental in Rein, bei Ant»holz, Antholzertal, Gsies (gemeinzwischen St. Magdalena und St.
Martin), Oberberg in Gsies, umWelsberg im Draugebiet ziemlichverbreitet. — In der Schweizvollständig fehlend.
Allgemeine Ver»breitung: Ostalpen; Kar»paten ?
S. arenarium gehört demostalpinen Element an. Wie beiS. soboliferum lösen sich die Ro=setten der Ausläufer leicht ab unddienen so der vegetativen Ver»mehrung. — Nach V o 11 m a n nist das Artrecht von S. arenariumrecht fraglich. Vielleicht handeltes sich bei dieser Pflanze umeine hochalpine Form des S. sobo»liferum, von welcher Art die ersterefast nur durch die Rosettenblätterverschieden sein soll. Diese letz»teren werden nämlich bei S. arena»rium beim Verwelken silbergrau,bei S. soboliferum jedoch bräunlichbis braungrau.
Fig. 031. Sempervivum Wulfenii Hoppe, a Habitus, b Frucht. — Sempervivum hir-tumjust. c Habitus, d Blüte. — Sempervivum arenarium Koch, e Habitus. /Kronblatt.g Fruchtknoten. — Sempervivum soboliferum Sims, h Habitus, i Blattrosette, k Kronblatt.— Sem pervivum montanum L. Bliitendiagramm (nach Eichler).
1407. Sempervivum soboliferum Sims (— S. globiferum Rchb. non L., = S. hirtum Wimm,et Grab, et aut. plur. non L.). Sprossen = Hauswurz. Fig. 931 h bis k.
Ausdauernd, 10 bis 25 (40) cm hoch. Rosetten 2,5 bis 4 cm breit, im Sommer etwassternförmig ausgebreitet. Rosettenblätter keilig verkehrt=eiförmig bis verkehrt=eilanzettlich, erstvon ihrem obersten Drittel an in die Spitze verschmälert, 6 bis 12 mm breit, im vorderen Drittelam breitesten, hellgrün, an der Spitze meist braunrot, nach dem Verwelken bräunlichgrau,matt, beiderseits auf der Fläche kahl, am Rande kurz gewimpert; zwischen den Rosettenblätternmeist kurze, bleiche Rosetten tragende Ausläufer entspringend. Stengel oberwärts spärlich drüsig»behaart. Stengelblätter lanzettlich, am Grunde nicht verbreitert, beiderseits kahl, am Randegewimpert. Blütenstand reichblütig, dicht. Blüten glodug, mit 6 am Rande gefransten Krön»blättern und mit 12 Staubblättern. Kelchblätter lanzettlich, am Rande fransig gewimpert, aufden Flächen kahl oder fast kahl. Kronblätter mehr als doppelt bis 3 mal so lang als die Kelch»blätter, blassgelb. Staubfäden am Grunde drüsig=behaart. Fruchtknoten allmählich in den Griffelverschmälert, drüsig=behaart. — VII bis IX.
Ziemlich zerstreut, aber stellenweise in grosser Menge an Felsen, auf sonnigen, trockenenHügeln, in Kiefernwäldern, auf steppenartigen Triften, an Ufern, auf sandigen Feldern, anMauern; öfters auch kultiviert auf Dächern und in Kirchhöfen. Von der Ebene bis in die subalpineStufe der Mittelgebirge ansteigend (im Riesengebirge noch in der Kleinen Schneegrube). Mit Vor»liebe auf Sandboden und auf Urgestein.
') Vom lat. söboles = Spross und f<5ro = ich trage.
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