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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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blätter aus abgerundetem bis seidit herzförmigem Grunde eiförmig bis eilanzettlidi, spitz, aufden Flächen drüsenhaarig, am Rande steif gewimpert. Blüten glodcig, mit 6 am Rande gefranstenKronblättern und mit 12 Staubblättern. Kelchblätter eilanzettlich, spitz, auf der Fläche drüsig behaart,am Rande gewimpert. Kronblätter 15 bis 17 mm lang, doppelt so lang wie die Kelchblätter,beiderseits drüsenhaarig, blassgelb. Staubfäden drüsenhaarig. Fruchtknoten drüsenhaarig, allmählidiin den Griffel verschmälert. VIII, IX.

An Felsen und an sonnigen, steinigen Hängen der Alpen; von der montanen bis indie alpine Stufe (zirka 1900 m). Nur in Oesterreich. Fehlt in Deutschland und in derSchweiz gänzlich.

In Deutschland vollständig fehlend. In Oesterreich angeblich in Salzburg bei Mauterndorfund auf dem Windsfeld im Lungau, in den nördlichen Kalkalpen von Ober», Niederösterreich und Steiermarkvom Dachstein und Toten Gebirge an östlich bis Wien nicht selten. Ausserhalb der Alpen in Niederösterreichnoch zwischen Krems und Dürrenstein; in Steiermark ferner bei Kirchdorf nächst Pernegg, auf dem Lantschund Schöckel, bei Gösting und im Andritzgraben bei Graz, in der Weizklamm, bei Pöltschach, bei Weitenstein, Stern»stein, Bad Neuhaus, auf dem Hum bei Tüffer, Römerbad, Trifail, im Gössgraben bei Leoben, auf dem Sdiloss»berg von Voitsberg, auf dem Zigöllerkogel und Kirchberg bei Lankowitz, angeblich auch bei Klein»Sölk, Gross»Sölk und im Stechengraben bei Rottenmann; in Kärnten auf dem Cellonkogel, auf der Plöcken, Eberstein, Tiffen,Gurktal, Reichenau, Maltatal, Millstadt, im Mölltal, Malnitzer Tauern, angeblich auch auf der Saualm, Stangalm,Stuhl eck bei Kanning, Achernach in Kram bei Sagor, auf der Germada, dem Blegach, Krim und angeblichauf dem Nanos. Die Angaben aus Tirol gehören wohl teilweise zu S. montanum, z. T. zu S. arachnoideum.

Allgemeine Verbreitung: Ostalpen, Westliche Karpaten, Illyrische Gebirge.

Aendert ab: var. Hillebrdndtii (Schott) Hayek. Stengelblätter breit, auf der Fläche kahl.Rosettenblätter 8 bis 12 mm breit, graugrün. Selten im Gurktale in Kärnten und auf Serpentin bei Kraubath in Steier»mark. var. Neilreichii (Schott als Art). Stengelblätter 5 bis S mm breit, auf der Fläche kahl. Rosetten»blätter 2 bis 3 mm breit, schmäler als die Stengelblätter. Nur in der Marienseer Klause am Fuss des Wechselin Niederösterreich und in der Ebene von Reichenau in Kärnten.

Nach G ü n t h a r t sind die Blüten homogam. Die Staubbeutel bleiben während der ganzen Blütezeitin der gleichen Lage in der Nähe der nur oben schwach gespreizten Griffel. Die Selbstbestäubung tritt zeitigein und wird vielleicht durch Blattläuse, die auf den Staubbeuteln und Narben sitzen, unterstützt. Eine Ver»kürzung und Verkrümmung, besonders der äusseren Staubblätter, scheint hie und da vorzukommen. DieRosetten der Ausläufer lösen sich leicht los und dienen so der vegetativen Vermehrung.

1406. Sempervivum arenärium Koch non Schott (= S. Köchii Facch.). Sand = Hauswurz.

Fig. 931 e bis g.

Ausdauernd, 8 bis 15 cm hoch. Rosetten kugelig, 1,5 bis 3 cm breit. Rosettenblätterlanzettlich, von der Mitte an gegen die Spitze allmählich verschmälert, 3 bis 4 mm breit, spitz,hellgrün, meist mit rotbrauner Spitze, nach dem Verwelken silbergrau, auf den Flächen kahl,am Rande kurz und etwas kraus gewimpert. Stengel oben etwas drüsig=flaumig. Stengelblätteraus schwach verbreitertem Grunde lanzettlich, spitz, so breit wie die Rosettenblätter, auf derFläche kahl, am Rande steifborstig gewimpert. Blütenstand gedrungen. Blüten glodcig, mit 6 amRande gefransten Kronblättern (Fig. 931 f) und mit 12 Staubblättern. Kelchblätter lanzettlich, spitz,oberseits kahl, unterseits i dicht papillös, am Rande gewimpert. Kronblätter 13 bis 15 mmlang, mehr als doppelt bis 3 mal so lang als die Kelchblätter. Staubfäden kahl, kürzer als dieBlumenkrone. Fruchtknoten etwas drüsenhaarig, in den Griffel allmählich verschmälert (Fig. 931 g). VIII bis IX.

An Felsen der Voralpen, nur selten bis in die alpine Stufe aufsteigend; auf kalk=freiem Boden. Ursprünglich nur in Oesterreich.

In Deutschland nirgends spontan; eingebürgert (durch Funck aus Antholz angepflanzt) anFels en des Fichtelgebirges (Schlossberg Berneds, Oelsnitztal, Eisenleite auf Diabas). In Oesterreichin Steiermark sehr zerstreut in den Zentralvoralpen i am Wege von der Weisswandalm im SchladmingerUntertale zum Riesachachsee, am Schwarzensee in der Sölk, im oberen Murtale von Predlitz bis gegen Unz»