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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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grün, an der Spitze meist braunrot, auf der Fläche dicht fein drüsenhaarig, am Rande vonlängeren Drüsenhaaren gewimpert, an der Spitze mit spinnwebigen Wollhaaren (Fig. 924 k) ~dicht besetzt und durch dieselben + miteinander verwebt. Stengelblätter lanzettlich, an dervorderen Hälfte rotbraun,an der Spitze zottig gebärtet.

Stengel locker und langdrüsig«behaart. Blütenstand5= bis 18=blütig. Blüten imDurchmesser 5 bis 15 mmbreit, sternförmig ausge=breitet, mit 12 bis 18 Krön*blättern. Kelchblätter 8 bis10, lanzettlich, dicht undkurz, teilweise drüsig be=haart. Kronblätter 8 bis 10,breit lanzettlich, etwa 10 mmlang, doppelt so lang alsdie Kelchblätter, rasch feinzugespitzt, am Rücken spär=lieh drüsenhaarig, lebhaft

hell 3 bis karminrot mitdunk® Fig. 928. Sempervivum arachnoideum L. Pliot. E. Ganz, Zürich.

lerem Mittelnerv. Staub»

blätter 16 bis 20, purpurn, an der Basis drüsenhaarig. Fruchtknoten grün, drüsenhaarig; Griffelkahl, purpurn, kürzer als der Fruchtknoten. Nektarien flach, nur wenig von der Achse abge»setzt. VII bis IX, in tieferen Lagen auch schon V, VI und wiederum IX, X.

Verbreitet und meist häufig auf Felsen, Felsschutt, Alluvionen, an Mauern, auf Weidenund Wiesen, in der Alpenheide, im Legföhren» und im Alnus viriclis=Gebüsch, im Arven=Lärchenmischwald der Alpen; von 280 m (San Vittore in der Südschweiz) bis 2900 m (ColLegnir im Aostatal), oft in die Täler hinabsteigend. Auf kalkarmer und auf kalkreicher Unterlage.

In Deutschland einzig im Allgäu auf der Odisenalpe und Salober im Bärgündele auf Kalk*hornst ein ; ausserdem im Fichtelgebirge am Sdilossberg Berneck (angepflanzt!). In O esterrei di in Salzburgim Pinzgau, Gastein und Lungau; in Steiermark in den Urgebirgsvoralpen, im Giglertal, Untertal, bei Schlad»ming, im Sattental bei Klein»Sölk, auf dem Hochreichart, im obersten Murtale bei Predlitz und St. Ruprecht,im Turracher Tal und auf dem Eisenhut, im Paalgraben bei Stadl; in Kärnten verbreitet und teilweise gemein; inVorarlberg um Gaschurn, am Zeinisjoch; in Tirol im Oberinntal im Paznaun, Venetberg, Pitztal, im ganzen Oetztal,auf dem Brunnenkogel (2734 m), in der Umgebung von Innsbruck ziemlich verbreitet, Tristenspitze bei Ratten»berg und im Zillertal, in Kitzbühel am Kiemen Rettenstein, auf der Jochberger Wildalpe und am Geisstein, imoberen Etschgebiet verbreitet, ebenso im oberen Eisakgebiet, im Pustertal, im Zentralalpengebiet des Drautales, inden Kalkalpen im Kreuzkofelgebiet, im Nonsberg am Monte Tonale, Pejo, Rabbital, Val Bresimo, Proveis, inder Umgebung von Bozen verbreitet, in Fassa und Fleims, Primör, Fedajaklamm, Cavalese, Canal San Bovo, imAdamellogebiet, im Urgebirgsgebiet zwisdien Avisio und Valsugana, im Val di Ledro, Monte Baldo. In derSchweiz in den Zentral» und Südalpen verbreitet und häufig.

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen, Apenninen, Karpaten.

Aendert ab: var. glabriiscens Willk. (= S. Doelliänum Schnittsp. et Lehm., = var. DoellianumH. Jaccard, = S. heterotrichum Schott). Fig. 9 11. Nichtblühende Rosetten meist eiförmig, an schattigen Stand»orten mandlmal mit sternförmig ausgebreiteten Blättern. Spinnwebige Behaarung spärlidi bis ziemlich dicht.Kronblätter leuchtend rot (Verbreitetste Form, besonders auf kalkarmem Gestein). Hieher. f. oligotrichum(Hampe) (= f. glabrdscens [Willk.]). Laubblätter nur an der Spitze mit einem zuletzt verschwindenden Büschelvon Spinnwebhaaren besetzt (Standortsform).var. t o m e n t ö s u m (Sdmittsp. und Lehmann) (inkl. S. L ag g 6r iSchott). Fig. 920 Pflanze oft robuster, bis 15 cm hoch. Nichtblühende Rosetten zuweilen grösser als bei subsp.