verschwindend), im Trifolium alpinum»Bestand, auf Weiden auf nährstoffreichem Boden mit Trifolium alpinum,im Festucetum violaceae, im Festucetum variae, in Uebergangsgesellschaften von der Weide zur Zwergstrauch»heide, im Vaccintetum Myrtilli und V. uliginosi, in den Beständen von Rhododendron ferrugineum und vonArctostaphylos Uva ursi, im Legföhrengebüsch, schliesslich im Lärchen» und Arvenwald. Im Winter hat die Pflanze anschneefreien, windexponierten Stellen den Charakter eines „Winterstehers". Vom Wind losgelöste Rosetten treibenals „Schneeläufer" über weite Strecken hin und dienen so der Verbreitung der Pflanze. Bemerkenswert istdie reichliche vegetative Vermehrung durch die bis fusslangen Ableger. Die Blüten sind proterandrisch. Nach Kern erstäuben die Beutel der inneren Staubblätter erst nach dem Verwelken der Narbe und dienen der Fremdbe-stäubung , die äusseren sollen der Selbstbestäubung dienen. Als Besucher wurden Bienen und Falter beobachtet.
Aendert ab : var. pallidum Wettstein. Kronblätter weissoder weisslichgelb, beim Trocknen nicht grün werdend, meist nuretwa doppelt so lang als die Kelchblätter. Staubfäden weiss. Laub»blattrosetten klein. Stengel kurzdrüsig (bei S. grandiflorum Rosettengrösser; Drüsen lang). Zerstreut und selten, z. B.: bei Kitzbül-el,am Stilfserjoch, am Rittnerhorn, bei Camogask und im hinteienScarltal im Engadinj für das Wallis fraglich. — Lieber eine Formmit blassgelben, beim Trocknen ihre Farbe nicht verändernden Krön»blättern von der Bistialp am Simplon und aus dem Eifischtal ■. var.ochroleücum Beauverd, welche in andere Erde verpflanzt zumTypus zurückschlug, vgl. G. Beauverd in Bull. Soc. Botan. Geneve,2 e ser. VII pag. 126. Gelblichblühende Formen können auch ausrotblühenden durch Kultur im Schatten entstehen (Gams). Wieweit diese Formen verschieden oder identisch sind, bleibt noch fest»zustellen. Von Missbildungen sind beobachtet worden: Verbände»rung der Blütenstandsäste und Umwandlung der Staubblätter desinneren Kreises in Fruchtblätter. — S. montanum subsp. montanumwurde im Eichstätter Botanischen Garten (Hortus Eystettensis, 1613)unter dem Namen S£dum minus flöre rubente kultiviert.
2. subsp. Stiriacum Wettstein (= S. Fünckii Maly etautor. z. T. non F. Braun.). Rosetten grösser, im Sommer mehrsternförmig ausgebreitet. Rosettenblätter länglich, schärfer zugespitzt,fast stets mit rotbrauner Spitze, an der Spitze und mitunter aucham Rande von längeren und kräftigeren Drüsenhaaren gewimpert.Blütenstand 3» bis ll«blütig. Blüten grösser als bei der vorigenUnterart. Kronblätter bis 4 mal so lang als die Kelchblätter, bis20 mm lang, meist dunkler rotviolett. — Verbreitet durch dieZentralalpenkette vom Grossglodtner ostwärts durch Kärnten, Salz»Fig. 927. Sempervivum montanum L. bürg, Steiermark bis zum Sonnwendstein an der niederösterreichisch»Phot. J. Ostermaier, Dresden. steierschen Grenze* sehr selten in den nördlichen Kalkalpen, so in
Oberösterreich auf dem Plassen bei Hallstadt, in Steiermark aufdem Reiting, dem Polster und dem Ei senerzer Reichenstein sowie auf dem Schökel bei Graz. — Aendert ab:var. Braünii (Funck) Wettstein (= S. Braünii Funde). Blüten weiss oder gelblichweiss. Sehr zerstreut in Kärnten(Grossglockner, Pasterze, Koralpe) und in Steiermark (Koralpe, Stubalpe). — Schon an der Südseite des MonteRosa und im Val de Cogne findet sich die besonders in den Seealpen und den Pyrenäen verbreitete subsp. BurnätiiWettstein mit sehr grossen, bis 15 cm breiten, sternförmig ausgebreiteten Rosetten und keilig»verkehrt»lanzettlichen,schmalen, ganz grünen Rosettenblättern und kräftigem Stengel. In den Westkarpaten tritt die Pflanze in dender subsp. Stiriacum nahe stehenden subsp. Carpäticum, in den Ostkarpaten in der subsp. montanum auf.
Uebergangsformen der subsp. Stiriacum zur subsp. montanum werden von Kitzbühel und Schleinitzim Drautal erwähnt. Die subsp. Stiriacum verhält sich pflanzengeographisch ähnlich wie Saponaria pumila (Bd. III,pag. 347) und wie Phyteuma confusum, welche auf das Gebiet der Norischen Alpen beschränkt sind.
1403. Sempervivum arachnoideum ') L. Spinnweben Hauswurz. Franz.: Joubarbe=toile d'araignee. Taf. 141, Fig. 2; Fig. 922, 924 k, 926 d bis f und Fig. 930 f bis n.
Nach den kugeligen Rosetten heisst die Pflanze im Katschtal (Kärnten) Stanäpfl.
Pflanze ausdauernd, (4) 5 bis 10 (15) cm hoch. Rosetten klein, 5 bis 20 mm breit, halb»kugelig, i geschlossen; Rosettenblätter lanzettlich, zungenförmig, kurz und breit zugespitzt, grau»
l ) Vom griedi. «(«<;£[arächne] = Spinne.