.................. f *
552
gewimpert. Stengel drüsig=zottig. Stengelblätter lanzettlich oder länglich, spitz, an der Spitzebraunrot und ebenso gesprenkelt, reichlich feindrüsig=behaart und gewimpert. Blütenstand wenigverzweigt, 3* bis 6=blütig. Kelchzipfel lanzettlich, drüsig=behaart, kupferrot. Kronblätter 12 bis'16,sternförmig ausgebreitet, breit=lan zettlich, spitz, doppelt so lang wie die Kelchblätter, aussen rosen»rot mit braunrot=grünlichem Mittelnerv, innen hell=rosenrot mit sehr breitem, lebhaft braunrotemMittelstreif. Staubfäden braunrot, kahl. Fruchtknoten feindrüsig=behaart; Griffel kahl. — VII bis IX.
An Felsen und auf steinigen Matten der Alpen, zwischen 1600 und 2500 m. Nurin Oesterreich im Gebiet der Dolomitalpen auf Dolomit und Eruptivgestein. Fehlt inDeutschland und in der Schweiz gänzlich.
Einzig in Südtirol in den Pragser Dolomiten am Seekofel, auf der Rossalpe, am Dürrenstein, am Auf»stieg zur Dialspitze in Prags, auf dem Hohen Jaufen in Prags, im Nonsberg auf der Alpe Tognola oberhalbSpormaggiore, im Fassatal auf dem Padon Fassano, Monte di Pozza, Contrin, Grelle, Seile di Monzoni,Soraga; angeblich auch am Schiern bei Bozen.
Allgemeine Verbreitung: Südliche Kalkalpen von Südtirol und dem angrenzendenOberitalien.
Sempervivum Dolomiticüm gehört dem alpinen Element an ; es ist ein Endemismus der südöstlichen Kalk»alpen, besonders der Dolomiten wie Cerastium subtriflorum (Bd. III, pag. 372), Kernera alpina, Saxifragadepressa(pag.601) und S. Facchini (pag. 606), Primula Tiroliensis und Campanula Morettiana (Bd. VI, pag. 846). — Nach Günthart,der ein angebliches S. Dolomiticüm untersuchte, sind die Blüten ausgesprochen proterandrisch. Die inneren
Staubblätter bewegen sich nach der Mitte zuund beginnen zu stäuben, kehren dann zuden äusseren zurück, welche jetzt in Funktiontreten. Gegen Ende des Stäubens bewegensich die Staubblätter beider Kreise nochweiter nach aussen und die Griffel beginnenzu spreizen. Selbstbestäubung ist ausge»schlössen.
1401. Sempervivum Piltönii') Schott
(= S. Braünii Maly non Funde). S e r =
pentin»Hauswurz. Fig. 926 b und e;
Fig. 930 d.
Pflanze ausdauernd, 5 bis
15 cm hoch. Rosetten im Sommer
sternförmig ausgebreitet, 30 bis 50 mm
breit; Rosettenblätter länglich=verkehrt=
eilanzettlich, allmählich zugespitzt, grau=
grün mit rotbrauner Spitze, 12 bis
20 mm lang und 3 bis 8 mm breit,
beiderseits besonders gegen die Spitze
zu mit langen, ziemlich kräftigen
Drüsenhaaren didit besetzt und fast zottig
am Rande von kräftigen Drüsenhaaren
dicht gewimpert. Stengel drüsig=zottig;
Stengelblätter lanzettlich, drüsig=zottig.
Blütenstand 5= bis 15=blütig. Blüten
10 bis 30 mm breit. Kelchblätter eilan»
zettlich, dicht drüsenhaarig, 3 bis 5 mm lang. Kronblätter 12 bis 16, sternförmig ausgebreitet, lineal*
lanzettlich, spitz, 3 bis 4 mal so lang als die Kelchblätter, hellgelb, aussen drüsig behaart. Schüppchen
') Benannt nach Josef Claudius P i 11 o n i, Ritter von Dannenfeldt, Truchsess in Graz, gest. 1878, einemeifrigen Förderer der Botanik.
• i 030 Ii' ,
y g/' J
4
Fig. 926. Crassulalactea Aiton a Bliitendiagramm (nach Eichler).—Sempervivum Pittonii Schott, b Habitus, c Kronblatt. — SempervivumarachnoideumL. d Habitus, e Blüte. — Sempervivum arachnoideumL. subsp. tomentosum (Schnittsp. et Lehm.). / Habitus. — Semper-vivum Funckii F. Braun. #Habitus, h Blüte. / Kronblatt, k Staubblatt. / Frucht.— Sempervivum assimile Schott, m Blattquerschnitt (nach Brenner).