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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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für Kitzbühel fraglich; in den südlichen Kalkalpen hie und da auf Silikatgestein von l'ejo bis Proveis, Tonale,Val del Mare, Rabbital, im Fassatal bei Campitello, Fedaja, Villandereralpe, im Fleimsertal, bei Pnmör, amGrost^pass, Malghetto bei Campiglio, bei Tione, im Val Breguzzo und im Val Daone, im Suganertal eiMontalone, ob Valzion südöstlich der Cima Lagorai, im Gebiet von Riva und Tnent vo stän ig e en , inKärnten in den Zentralalpen ziemlidi verbreitet, angeblich auch in den Karnischen Alpen auf dem Müssen undam Wolayasee, angeblich auch am Obir, in Steiermark in den Zentralalpen sehr zerstreut in den federenTauern (Blahberg in der Strechen bei Rottenmann, Saukogel, Hochreichart, Seckauer Zinken, ampre s 10bei Seckau, Ingeringgraben bei Knittelfeld, Zinken bei Oberzeyring, Glaneck bei St. Oswald), häufiger in deStangalpenzug ; in Salzburg im Lungau und auf dem Hasseck bei (jastein. In ()ber= und i lcc erös erre , >

in Vorarlberg und Liechtenstein fehlend. In der Schweiz selten im Wallis (Saas, und Nicolaital), iund Unterengadin sowie im Puschlav.

Sempervivum Wulfenii gehört dem endemisch=alpinen Element an. Die 1 flanze 1a i ircin der Felsflur, auf Ruhschutt und Magermatten (besonders im Festucötum väriae) sonniger Lagen 5 auRohhumus in der Zwergstrauchheide ist sie nicht selten. - Wie andere Sempervivum=Arten wird sie häufig vondem Rostpilz Endophyllum Sempervivi (Alb. et Schwein.) De Bary befallen. Nach Gunthar! rucken sogleinach Beginn des Blühens die inneren Staubblätter nach innen und beginnen zu stäuben, hierauf stauben adie äusseren. Erst nach dem Verstäuben aller Staubblätter entwickeln sich die Narben. Selbstbestäubungnach Müller und Günthart ausgeschlossen, oder kommt nur an monströsen Bluten vor bei welchen iStaubfäden aufgerichtet bleiben. Nach Schulz dagegen kann eine Selbstbestäubung in seltenen 1 41 en v .kommen. Honig wird reichlich abgeschieden und durch Haare gegen Regen geschützt. Besucher sind BienenHummeln, Fliegen (auch Schwebfliegen) und Falter. Im Kanton Graubünden wird die Pflanze neuerdings geschu . .

1399. Sempervivum Gaudinii 1 ) Christ (= S. grandiflörum Haw., = S. globiferum Bot.

Mag.; Gaudin non L.). Grossblütige Hauswurz.

Pflanze ausdauernd, 10 bis 20 (30) cm hoch. Rosetten gross, im Sommer sternförmigausgebreitet. Rosettenblätter keilig-länglidi, 2 bis 11 cm lang und 8 bis 45 mm breit, ziem irasch, aber nur wenig geschweift zugespitzt, bläulich* grün, an der Spitze meist intensiv rotbraun,auf der Fläche mit feinen Drüsenhaaren reichlich besetzt und intensiv duftend, am R ande vonetwas kräftigeren Drüsenhaaren gewimpert. Stengel drüsig=zottig. Untere Stengelblatter cengrundständigen ähnlidi gestaltet; die oberen schmäler, fein drüsig behaart. Blütenstand wenigverzweigt, etwas locker blütig. Blüten sehr gross, sternförmig ausgebreitet, (11=) 12= seltenerbis 16-zählig. Kelchblätter lineaWanzettlich, hellgrün, aussen langdrüsig-zottig. Kronblatterbis 12 mm lang, 2'h mal so lang wie die Kelchblätter, goldgelb bis grünlich, am Grunde meismit einem violetten Fleck, fein», teilweise drüsig=behaart. Staubfäden und Staubbeutel viole .

VII bis IX. . ... ,

An Felsen, an sonnigen, felsigen Hängen der Alpen, jedoch nur in de.: sudhtfienSchweiz: bisher nur im Wallis in Zwischbergen und am Pizzo Cervandone im Binntal, ob U.. icreim Val Entremont (ob spontan?) und im Tessin bei Gordola (hier wohl herabgesdiwemmt).

Allgemeine Verbreitung: Alpen von Piemont und der Süds weiz. t

Nach G ü n t h a r t sind die Blüten stark proterandrisch. Die inneren Staubblätternach innen und beginnen zu stäuben; nach einiger Zeit gehen sie wieder bis in ic ei ic er a . sblätter zurück, welche nun zu stäuben anfangen. Hierauf beginnen die Griffel zu spre.zen^wähjnd dessen sW,die Staubblätter beider Staubblattkreise nach aussen biegen, um sich zuletzt ganz aui ic ron Sanonaria

Selbstbestäubung ist sehr selten. Die sehr seltene Art verhält sich pflanzengeograp lis a in ilutea (Bd. III, pag. 34S) und Saxifraga retusa (pag. 5S2).

1400. Sempervivum Dolomiticum Facdi. Dolomiten-Hauswurz.

Pflanze ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch. Rosetten kugelig, geschlossen, 2 is ,

Rosettenblätter verkehrt=eilanzettlidi, ziemlidi allmählich scharf zugespitzt, k run > an c v Poft braunrot, beiderseits kurz drüsen=haarig und am Rande von etwas längeren aaren

^Benannt nach J. Fr. G. PI, Gaudin (geb. 1766, gest. 1833,, Pfarrer zu Nyon am «enfersee Verfasser einer mehrbändigen, durch gründliche und kritische Bearbeitung ausgezeichneten Flora Helvetica und der1836 erschienenen Synopsis Florae Helveticae. Vgl. auch (iaudinia Bd. , pag. 26_.