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DC.), aus dem Kapland, mit sehr dickfleischigen, schief sichelförmigen, fast senkrecht stehenden, am Grundeverwachsenen, graugrünen Laubblättern und mit Scharlach» bis orangeroten Blüten. — C. lacteaAit., aus demKapland, mit kahlen, grünen, schmal verkehrt=eiförmigen Laubblättern und mit zahlreichen weissen, zu einerrispigen Trugdolde vereinigten Blüten. — C. arborescens Willd. (= Cotyl6don arborescens Mill.), aus demKapland. Ein 1 bis 2 m hoher Strauch mit rundlichen, flachen Laubblättern und mit weissen, später rosarotenBlüten. — C. quadrifölia Baker, aus Südafrika, mit rispigem Blütenstand. — Sehr zierliche, mit kurzen,dicht dachziegelig — nach der Art vieler Bärlappgewächse — angeordneten Laubblättern sind die südafrikanischenC. lycopodioides Lam. und C. pseudolycopodioides Dinter et Schinz. Als Ampelpflanzen eignensich C. Schmidtii Regel, C. spathuläta Thunb. und C. Bolüsii Hook, f., alle aus dem Kapland stammend.
1. Laubblätter wechselständig, fleischig, blaugrün. Sehr selten in Baden, Elsass»Lothringen, in derRheinprovinz und in der Schweiz C. rubens nr. 1379.
1*. Laubblätter gegenständig. Kleine, unscheinbare Gewächse 2.
2. Laubblätter einander genähert, spitz. Blüten meist 3»zählig. Kapseln 2»samig. Selten in West»und Mitteldeutschland C. mu s co s a nr. 1381
2*. Laubblätter entfernt. Blüten meist 4=zählig. Kapseln vielsamig . . . C. aquatica nr. 1580.
1379. Crassula rübens L. (= Sedum rubens DC., = Aithäles rubens Webb.). Rötliches
Dickblatt. Taf. 139, Fig. 9 und Fig. 902k, i.
Einjährig, 5 bis 15 cm hoch. Wurzel spindelförmig. Stengel aufrecht oder aufsteigend,einfach oder ästig, stielrund mit 4 herablaufenden Leisten, rötlich, im obern Teil kurzdrüsig.Laubblätter halbwalzenförmig, oberseits flach oder rinnig, fleischig, bis 25 mm lang und bis2 mm dick, stumpflich, abstehend, blaugrün, nach der Spitze zu rötlich, kahl, an der Spitzeund am Rande papillös, am Grunde ungespornt. Blüten 5=zählig, in einer meist 3=ästigenTrugdolde (Aeste oft zurückgebogen), fast sitzend oder auf bis 3,5 mm langen, drüsigen Stielen.Kelchblätter 5, etwa 1 mm lang, dreieckig=eiförmig, spitzlich. Kronblätter 5, mit roten Antheren.Balgfrüchte 5, am Grunde miteinander verwachsen, 3,5 mm lang, plötzlich in die 1 mm langeSpitze verschmälert, drüsenhaarig (Fig. 902 i). Samen zahlreich, länglich, 0,5 mm lang und1 mm breit, längsrunzelig, braun. — V, VI.
Zerstreut und selten auf Aedcern, Brachfeldern, in Weinbergen, an Wegrändern, aufFelsen, Mauern, in Kiesgruben. Nur in der Ebene im südwestlichen Deutschland und inder Schweiz.
In Deutchland im südlichen Baden (Leopoldshöhe, Weinstetten, Weil, Lörrach, Hörnlein, Isteiner»klotz, zwischen St. Georgen und Thiengen, bei Karlsruhe, Griesheim), in Elsass=Lothringen (bei Gross»! Rüningen,Bayonville und bei Metz) und in der Rheinprovinz (um Trier zwischen Euren und Zewen und zwischen Balduin»häuschen und Euren). Adventiv im Hof des Schwetzinger Schlosses in Baden (1901 bis 1903). — Fehlt inOesterreich gänzlich. — In der Schweiz bei Eglisau, Würenlos, Baden (Goldwand), um Brugg, bei Stetten,Wohlenschwyl, Niederlenz, Wildegg»Möriken, um Basel (bei Pratteln, Muttenz, Dornach, Birsfelden, Bruderholz,Rütihard, zwischen Wiesenbrücke und Klein»Hüningen, bei Bettingen und Riehen), im Kanton Waadt (bei Lau»sänne, St. Prex, Allaman, Coppet, Nyon, Romainmotier usw.) und um Genf; früher auch bei Lugano.
Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa, Mittelmeergebiet, Kanarische Inseln.
Diese ausgesprochene meriterrane Art gehört in Baden ähnlich wie Blackstonia serotina, Colutea arbores»cens, Brassica Cheiranthus, Lepidium graminifolium, Veronica acinifolia, Heliotropium Europaeum, Calendulaarvensis, Podospermum laciniatum usw. zu den echten „Thermophyten", deren Verbreitung nicht oder nur wenigüber die Grenze des Weinbaues hinausgeht. Am Isteiner Klotz erscheint C. rubens auf Aeckern nebenNigella arvensis, Erucastrum obtusangulum und Vogelia paniculata.
1380. Crassula aquatica (L.) Schoenland (= Bulliärda') aquatica DC., = Tillaea aquatica L.,= T. prostrata Schkuhr). Wasser = Dickblatt. Engl.-. Piging=weed. Fig. 883 a bis d und
Fig. 902 a bis d.
') Benannt nach P. Bulliard, einem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Paris lebendenBotaniker. Die Gattung wurde von De Candolle von Crassula abgetrennt. Die zuerst beschriebene Art istdie atlantische Bulliarda Vailläntii DC., die Vaillant 1727 als Sedum minimum ännuum flöre röseo tetrapetaloveröffentlicht hat. Unsere Art wurde zuerst von Linncä 1737 aus Lappland beschrieben, aber erst von Schkuhrund Willdenow (1797) von Vaillant's Art unterschieden.