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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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und Narben in der nicht geöffneten Blüte durch Pollenschläuche verbunden, wobei die Pollenkörner in derÄnthere verbleiben. Korzchinsky konstatierte, dass nach erfolgter Bestäubung die meisten Samenanlagen un<befruchtet waren und eine Embryobildung ausblieb. Trotzdem aber vergrösserte sich der Fruchtknotenund die Samenanlagen schwellten an. Die Frücht öffnet sich nicht und die Samen werden erst durch Fäulnisder Fruchtwandung frei. Die Verbreitung geschieht in der Hauptsache auf ungeschlechtlichem Wege durch

Fig. 896. Aldrovanda vesiculosa Monti. a Ausgewachsenes Blatt (von oben gesehen), b Vorderer Teil eines Blattes (Blattscheihegeöffnet), c Querschnitt durch den Blattstiel, d Querschnitt durch den ausgewachsenen Stamm, e Vierarmige Drüse von oben. / Vier-annige Drüse von der Seite, g Stück von der Innenseite des Blattes, h Gelenkzone der Innenseite mit vielen Verdauungsdrüsen.i Stück aus der Kreuzdrüsenzone, k Stück aus der Zone der zweiarmigen Drüsen (alle Figuren nach C. A. Fenner). Die weiteren

Figurenerklärungen vgl. Bd I, Einleitung pag. CVIII.

die Winterknospen. Diese oder auch grössere Sprossteile werden von Wasservögeln leicht epizoisch verschleppt.Wie Fig. 895 zeigt, liegen die mitteleuropäischen Fundorte durchwegs im Bereiche der Vogelzugstrassen, dievon Südeuropa und Oberitalien über den Bodensee zum Elbe« und Odergebiet verlaufen. Auf diese Weiseist wohl auch das plötzliche Auftaucher- der Aldrovanda an neuen Standorten zu erklären. Dessen ungeachtetbesitzt die Pflanze wenigstens heute ein streng altweltliches Verbreitungsareal; stellenweise scheint sie sich nurvorübergehend halten zu können. So erwähnt Iiibrich, dass er sie im Grossen Plagesee im Jahre 1908 in