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Verlängerung der Mittelrippe abgesetzt. Blüten einzeln endständig (nur scheinbar seitenständig)in den Blattquirlen, an dicken, die Blätter etwas überragenden Stielen. Kelchblätter 5, länglich»eiförmig, 3 bis 4 mm lang und zirka 1,5 mm breit. Kronblätter 5, grünlich=weiss, eiförmig,4 bis 5 mm lang, 2,5 mm breit, ganzrandig. Staubblätter 5, 3 bis 4 mm lang, mit pfriemen=förmigen Filamenten. Fruchtknoten oberständig, eiförmig, einfächerig mit 5 abstehenden, amEnde aufsteigenden und fransig=verzweigten Narben (Taf. 139, Fig. 6 b, c). Kapsel von dembleibenden Kelche eingeschlossen und denselben überragend, an der Spitze mit 5 Klappenaufspringend. Samen meist 10, 1,5 mm lang und 1 mm breit, schwarz, gegen den Nabelzugespitzt. — VII, VIII.
Sehr selten und zerstreut in stehenden Gewässern, in Weihern, Sümpfen, Gräben desTieflandes, meist zwischen Schilf schwimmend.
In Deutschland (Fig. 895) sehr selten im Süden: einzig im Bodenseegebiet im Bühelweiher bei Enzis«weiler nächst Lindau in Bayern (hier 1885 von HoppesSeyler aus Strassburg entdeckt, nachdem bereits S en d t n e r[1854] auf die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens hingewiesen hatte) und im Siechenweiher bei Meersburg inWürttemberg (hier von Schmidle1904 angepflanzt) j häufiger in Sdile»sien(Neuhammer Teich bei Proskau[1871 festgestellt], Kemper Teichbei Ratibor, Ruda Teich bei Rybnik[1870], Miserauer See und RodzinerTeich bei Pless [184b], Sohrau,
Czarkov[1850], Gottartowitz, Nie»derobschütz), in Brandenburgzwischen Menz und Rheinsbergin dem Verbindungsgraben desZeuthen See mit dem Mehlitz See(hier 1867 von Dr. H. Winterentdeckt), Abflussgraben desThaern Seesbei V orwerk Schulzen»hof (hier 1906 von Seitmannund Retzdorff entdeckt), imPaarsteiner See zwischen Oder=berg und Angermünde (hier 1882von C. Scheppig festgestellt),und im Grossen Plagesee (Reser»vat) bei Chorin (hier 1908 vonUlbrich beobachtet), in Posen(Klostersee bei Tremessen), in Westpreussen am Grössern See bei Czystochleb im Kreis Briesen (hier 1882 vonR. Caspary festgestellt). — In Oesterreich einzig in Südtirol bei Sigmundskron an der Etsch (1851 von S e y b o 1 dentdeckt) und im Porzengraben bei Salurn (1S52 entdeckt), in Vorarlberg (Oberer Lochsee bei Bregenz ; hier1847 von Custer entdeckt, jedoch nach Kurz seit dem grossen Hochwasser von 1890 verschwunden) undin Schlesien (Bulich bei Telschen). —Fehlt in der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Europa (Frankreich, Deutschland, Polen, Russland,Oesterreich, Ungarn, Italien, Rumänien, Serbien [Makis]) ; ZentrabAfrika (Bahr el Ghasal und Bahrel Dshebel); Kaukasus, Amur=Gebiet, Vorderindien (Bengalen, Kalkutta), Japan; Queensland.
Hinsichtlich ihrer Standorte ist Aldrovanda sehr wählerisch; sie verlangt zu ihrem Gedeihen ruhige,durch Rohr (Pnragmites), Binsen (Scirpus lacuster) usw. geschützte Stellen stehender Gewässer, möglichst seichtesund weiches Wasser, welches sich im Sommer bis zu 30° erwärmen kann und einen moorigen Untergrund,woselbst die Winterknospen besser als im Sandboden Gelegenheit zum Ueberwintern finden. Darauf ist wohlz. T. die äusserst lückenhafte Verbreitung und das Verschwinden der Pflanze zurückzuführen. Als Begleit,pflanzen werden wiederholt angegeben s Salvinia natans (Bd. I, pag. 47), Stratiotes aloides, Potamogeton natansund P. gramineus, Sparganium minimum, Utricularia minor und U. vulgaris, Chara fragilis und foetida, Riccio.carpus natans usw. Die Blüten, die übrigens bei uns höchst selten (Kellermann beobachtete einmaleine solche bei Lindau) ausgebildet werden, sind ausgesprochen kleistogam; auch hier werden die Antheren