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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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dabei entstehenden Limonit (Raseneisenerz) neutral bis sauer geworden ist. Den sauersten Humusböden, ins»besondere den Bülten von Sphagnum acutifolium, rubellum und fuscum, fehlt D. Anglica im Gegensatz zuD. rotundifolia fast immer, wohl besonders deshalb, weil sie mit den raschwüchsigen Sphagnum»Arten nichtwie D. rotundifolia konkurrieren kann, infolge ihrer Unfähigkeit längere Indernodien auszubilden (Walo K o ch mdl.).In Bayern (Unterfranken) ist die Pflanze gesetzlich geschützt.

1377. Drosera intermedia Hayne (= D. longifölia L. z. T., = D. Americäna Willd. z. T.,= D. foliösa Elliot z. T.). Mittlerer Sonnentau. Taf. 139, Fig. 4 und Fig. 891 q bis u.

Aehnlich Nr. 1375, jedoch in allen Teilen kleiner. Ausdauernd, mit faseriger Wurzel.Spross 1 bis 15 cm lang. Stengel aus liegendem Grunde aufsteigend, zur Blütezeit die Laub«blätter nur wenig überragend, später sich verlängernd, kahl, dünn, glatt, blattlos, rot überlaufen.Laubblätter zahlreich in grundständiger Rosette, keilig verkehrt=eiförmig, (5) 7 bis 10 mm langund 3 bis 5 mm breit, stumpf, allmählich in den aufrechten, bis 3,5 cm langen, kahlen, flachenStiel verschmälert. Blattspreite unterseits grün, kahl, oberseits mit 3 bis 4 mm langen, abstehenden,roten Drüsenhaaren besetzt. Nebenblätter häutig, fast bis zum Grunde geteilt, 5 bis 7 mm lang.Blüten in armblütigen, unverzweigten Scheintrauben, der Achse angedrückt. Kelchblätter 3 bis4 mm lang, am Grunde verbunden. Kronblätter 5 (selten 6), verkehrt=eiförmig, bis 5 mm lang,weiss. Staubblätter 5 (selten 6), 3 bis 4 mm lang. Griffel 3 (selten 4). Narbenschenkel schwachherzförmig ausgerandet. Kapsel mit Längsfurchen, eiförmig, die anliegenden Kelchblätter über*ragend. Samen etwa 0,5 mm lang, eiförmig, mit enganschliessender, schwarzer, papillöser Samen=schale. VII, VIII.

Zerstreut und selten auf Schlammstellen der Zwischenmoore, in Schienken und inSchwingrasen der Hochmoore; in der Ebene und sehr vereinzelt in den Alpentälern.

In Deutschland nur im nordwestlichen Teil häufig, sonst zerstreut und selten; in Ostpreussen sehrselten bei Heidekrug, Osterode und im Kreis Labiau (Gr. Moosbruch). In Sachsen einzig im Vogtland bei Greiz-,im Erzgebirge fehlend. In Oesterreich zerstreut und selten in Salzburg, Kärnten (Wörthersee, Fuchsgrubebei Steuerberg, Sittersdorfersee, Vassocher, St. Leonhard, Seebadi und St. Magdalena bei Villach, am Moos), Krain,Vorarlberg (im Bodenseeried an mehreren Stellen [am Laagsee, zwischen Höchst und Fussach, Hard am oberenLochsee, bei Ritters Bierkeller, Bregenz], bei Feldkirch [von Tisis gegen Hub und Schaanwald], Tirol (Schobergruppeim Draugebiet [?], Strahlwiesen bei Oberbozen, Schiern, Judicarien [Tione], in der Umgebung von Trient [Pine,Palude Pudra bei Pergine]); fehlt im Küstenland. In der Schweiz bei Stans, Einsiedeln, Pfäffikon (Schwyz),Bilten, Robenhausen, Hallwilersee (?), Gonten, Altstätten, im Tessin am Monte C^nere, bei Locarno, von Losonebis Ronco, ob Moscia, Ponte Brolla, Canedo bei Medeglia, Monti de Travorno minore, Alpe Tiglio, S. Gra obOsteno, bei Vezio, Sessa, Fusio, Val Verzasca, Bellinzona. Einige Angaben sind unsicher, da die Art vordem Blühen leicht mit jungen Exemplaren von D. Anglica und besonders mit D. Anglica x rotundifolia ver»wechselt werden kann.

Allgemeine Verbreitung: Europa, besonders im Westen; nördlich bis Skandi=navien (Telemark, Christiania, Norrland), Nordfinnland, Nordrussland; südlich bis Nordspanien,Nordportugal [südlich bis nach Estramadura], Mittelitalien, Oestl.=Pontus, östlich bis St. Peters»bürg, Wolhynien, Podolien; Atlantisches Nordamerika (nördlich bis Neufundland, südlichbis Florida und Kuba).

Als var. cauUscens Koenen (= var. nätans Murr) wurde eine Form mit verlängerter, beblätterter,rhizomartiger Achse beschrieben. Diese trägt an der Spitze eine Rosette, während an der Basis ebenfalls inRosetten endigende Sprosse entspringen. Die Stengelblätter, besonders im mittleren Teil, sind bis 5 cm langgestielt. Die Pflanze wurde untergetaucht beim Bahnhof Maria=Venn in Westfalen beobachtet. Aehnliche sub»merse Wasserformen sind wiederholt auch bei anderen Drosera»Arten festgestellt worden.

Drosera intermedia ist eine ausgesprochene Zwischen» und Hochmoorpflanze, welche auch die nassestenSchienken von Lycopodium inundatum zu bewohnen vermag und sich namentlich dann in grösserer Mengeansiedelt, wenn infolge des Rückganges des Wasserstandes die Schienken teilweise austrocknen und so dernackte Torfschlamm freigelegt wird. Im Gegensatz zu D. Anglica und D. rotundifoliä ist die Art auf die Hoch»und Zwischenmoore beschränkt. Trockenere Hochmoorbülten meidet sie ähnlich wie D. Anglica. Wie Rhynchosporafusca, Hypericum helodes, Isnardia palustris, Scutellaria minor, Wahlenbergia hederacea (Bd. VI, pag. 38S),Cicendia filiformis, Hydrocotylc vulgaris, Lycopodium inundatum, Pilularia globulifera, Sphagnum molle, S.