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Im ganzen Gebiet verbreitet und ziemlich häufig in Sphagnum=Polstern der Zwischen»und Hochmoore, selten auch auf nassen Flachmooren, an Grabenrändern, auf feuchtem Sand,überrieselten Felsen, an quellighumosen Stellen, ganz vereinzelt auch auf modernden Baum=Stämmen; von der Ebene bis in die subalpine Stufe der Alpen (in Tirol bis 1740 m, imEngadin [Maloja] bis etwa 1860 m, im Gotthardgebiet bis 1920 m aufsteigend). Nur auf sehrkalkarmen oder kalkfreien Unterlagen.
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (nördlich bis Island, Faeröer, Skandinavien[bis Tanen 70° 26' nördl. Breite und Südvaranger], Finnland, Kola, arktisches Russland; in Mitteheuropa häufig, in Südeuropa seltener, im Mittelmeergebiet sehr selten und fast nur in der montanenund subalpinen Stufe); subarktisches Asien (ganz Sibirien mit Ausnahme der Nordküste), Mand=schurei, nördliches Japan (südlich bis MittehHondo); arktisches und gemässigtes Nordamerika,Grönland.
Aendert ab s var. maritima Graebner. Laubblätter sehr dicht gedrängt. Blattstiele dick, kaum längerals die Spreite, dicht graufilzig behaart. Laubblätter unterseits kurz zerstreut»behaart. Stengel starr aufrecht,wie der Blütenstand dicht behaart. Kelchblätter an der Spitze gezähnelt und am Rande gewimpert. Auf feuchtemSandboden in den Dünentälern der Ostseeküste von Pommern und Westpreussen. — f. breviscäpa Regel(an Domin ?). Stengel nur 4 bis 6 cm lang (Häufig).
Drosera rotundifolia vermag in noch höherem Grad wie die folgende Art, mit welcher zusammensie sehr oft auftritt, Sphagnummoore zu besiedeln ; sie allein kann mit den raschwüchsigen Sphagnum» Arten der Bülten(besonders Sphagnum acutifolium, fuscum, rubellum) vermöge ihrer langen Internodien (Fig. S911) konkurrieren.Sobald die Achse jeweilen die Oberfläche erreicht hat, bildet sie eine Laubblattrosette aus; die unteren Teileder Achse verfaulen ebenso wie die alten Blattrosetten. N i t s c h k e hat bis 3 alte Blattrosetten unterhalb derEndknospe beobachtet. Standorte von D. rotundifolia sind die Hochmoore (Hochmoorwald, Eriophorum vagi»natum=Bestände usw.); hier zusammen mit Andromeda polifolia, Vaccinium Oxycoccus, Salix repens, Callunavulgaris, Vaccinium Myrtillus, V. Vitis Idaea, V. uliginosum, Eriophorum vaginatum, Carex limosa, Sphagnumacutifolium, cymbifolium, medium u. a., Aulacomnxum palustre, Polytrichum strictum, Hylocomium Schreberi,Dicranum Bergeri, Cladoniarangiferina, C. silvatica; fernerZwischenmoore (Scheuchzeri»
6tum, Rhynchospor^tum usw.),zusammen mit Eriophorumgracile, E. polystachyum, Carexdioeca, Calliergon trifarium,
Sphagnum molluscum und S.recurvum, Lycopodium inun»datum u. a.; dann Flachmoore(Trichophoretum caespitösi, Be»stände von Trichophorum alpi»num undMolinia caerulea, dasMagno« und Parvocaricetumusw.). Ausnahmsweise er»scheint D. rotundifolia auch anden senkrechten Wänden vonTorfstichen, hier zusammen mitDicranella cerviculata, an über»rieselten Urgesteinsfelsen sowieauf feuchtem Sand. An derOstseeküste tritt D. rotundifoliain der var. maritima oft ingrosser Menge auf den Strand»heideflächen auf neben Salix repens var. argentea und fusca, Lycopodium inundatum und L. clavatum, Violapalustris, Pinguicula vulgaris, Juncus Balticus und I. filifoimis, Calluna, Empetrum, Carex Oederi, Ophioglossumvulgatum usw.
D. rotundifolia hat wohl ebenso wie die ihr am nächsten stehende D. Anglica ihr Entstehungszentrumin Nordamerika, wo auch ihre nahen Verwandten aus der Sektion Rossolis vorkommen. In Eurasien steht sie