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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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641
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Meiisclil. Körper.

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grossen Einfluss auf die Selbsttätigkeit des tierischenLebens: während der Nacht schlafen die Menschenund die meisten höheren Geschöpfe, und besondersdie Yögel und Inseiften richten sich genau nach derTageshelle. Der Schlaf des Menschen ist ein Zustand,in dem die das Bewusstsein erzeugenden Hirnelementeausruhen. Der Schlaf dient daher zur Erholung undKräftigung der Nerven und Muskeln. Die Fortdauerder Tätigkeit des Gehirns im Schlafe, die auch beieinigen Tieren stattzufinden scheint, nennen wirTraum. Bei der Zunahme der Winterkälte fallenviele Tiere kalter und gemässigter Klimate in denWinterschlaf, wobei sich die Lebenstätigkeiten aufein Minimum reduciren. Kein Tier warmer Klimate,kein Yogel hält Winterschlaf, dessen Eintreten nichtsowohl durch den Mangel der zum tierischen Lebennötigen Wärme, als durch besondere Körperanlagezu erklären sein dürfte. Dürre und anhaltend hoheTemperatur bewirken in den Tropen eine dem Winter-schlafe ähnliche Lethargie, die Alexander von Humboldtden Sommerschlaf nennt.

I. Die Ernährung besorgt durch Aufnahme undVerarbeitung der Nahrung, durch die Verdauung undBlutbildung die Erhaltung des tierischen Körpers,die Ersetzung verloren gegangener Stoffe und dasWachstum desselben. Die Nahrung wird im Mundevermittelst der Zähne verkleinert, bei den Säugetierengekaut und mit Speichel vermischt, womit bei ihnendie Verdauung beginnt, durch welche die brauchbarenStoffe gesondert, in der Lunge in Blut umgewandeltund in Kreislauf gesetzt werden. In dieses Geschäftteilen sich die drei vegetativen Systeme: das Darm-,Gefäss- und Atmungssystem.

1. Das Darm- oder Verdaunngssystem begreiftals Hauptteile die Speiseröhre und den Magen mitden Gedärmen. Erstere ist ein elastischer, geschlossenerSchlauch, der sich vor den hinabgleitenden Speisenerweitert und hinter ihnen scliliesst. Sie geht durchdie Brusthöhle und das Zwerchfell, welches die Organedes Oberleibes von denen der Bauchhöhle trennt, in