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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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642
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642 Menschl. Körper.

die Bauchhöhle, wo sie sich zum Magen erweitert.Der Magen des Menschen ist birnförmig. SeineWände bestehen aus drei Schichten: einer zelligen,einer muskulösen und einer schleimigen. Er liegtim oberen Teile des Bauches wagerecht von derlinken zur rechten Seite. Auf der rechten Seite be-deckt ihn eine grosse gefässreiche Drüse, die Leber,auf der linken die Milz. Die Speisen werden vonden sich von den Magenwände» absondernden Säften inSpeisebrei aufgelöst und rechts in die Gedärme gebracht.

Der beim Menschen etwa 24 Meter lange Darmhat zwei Hauptabteilungen, den bei einer Weite voneinem Zoll 5 bis 9 Meter langen Dünndarm, derwieder in den 12 Querfinger langen Zwölffingerdarm,den Leerdarm und den Krummdarm geteilt wird,und den 4 bis 6 Cent, weiten und l 3 /* m langenDickdarm, dessen Teile wiederum drei verschiedeneNamen führen: Blinddarm, Grimmdarm und Mast-darm, welch letzterer mit dem Afterschliessmuskelendigt. Die Leber bereitet eine bittere, gelbe Flüssig-keit, die Galle, welche dieselbe durch die Bohre derGallenblase zur Förderung der Verdauung in denZwölffinger- oder Gallendarm treibt. Die am Magenliegende Bauchspeicheldrüse lässt den Bauchspeichelin den Darm einfliessen, wo aus dem Speisebrei derNahrungs- und Milchsaft (Chylus) ausgeschieden wird,den in den Darmzellen des Dünndarms die Lympli-gefässe, welche die Gekrösdrüsen bilden, aufsaugen,worauf derselbe in das Blutadersystem geführt wird.Eine muskulöse Haut, das Zwerchfell, trennt dieBrusthöhle von der Bauchhöhle. Die Falten desBauchfells umfassen mit ihren Falten die einzelnenGedärme und bilden das Netz. Zwei bohnenförmige,zu beiden Seiten der Wirbelsäule liegende Drüsen-ballen, die Nieren, scheiden den Harn aus dem Bluteaus und senden ihn durch die Harnleiter in die imBecken liegende Harnblase. Aus dieser wird er durchdie Harnröhre nach aussen entleert.

Die Ernährungsorgane der meisten Tiere nehmendie Nahrung durch einen am Kopfe befindlichen Mund