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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
Entstehung
Seite
637
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Menschl. Körper.

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Rückenmarke ans und verzweigen sich in die Sinnes-werkzeuge und Muskeln.

Das Gehirn ist eine äusserlich graue, innerlichweisse, in faltige Häute gehüllte Substanz, welche dieSchädelhöhlung erfüllt und in mehrere symmetrischliegende kugelige Massen gruppirt ist. Das Rücken-mark bildet einen dicken, in zwei Hälften teilbarenStrang, der, durch das Hinterhauptloch tretend, dieHöhlung der Rückenwirbelsäule ausfüllt und sich inden Kreuz- und Lendennerven verliert. Die zahl-reichen, vom Rückenmark ausgehenden Nerven be-sorgen vornehmlich die Bewegung (vorderen) undEmpfindung (hinteren).

b. Das vegetative, Ganglien« oder I&nmpf-nervensystem (nervus Sympathien s) versieht dieunserer Willkür entzogenen Organe (Lunge, Hera,Magen, Darm) mit Nerven und ist aus vielen kleinerenKnoten oder Ganglien zusammengesetzt, die vieleKnoten und Geflechte bilden, wie das dem Magenangehörige Sonnengeflecht. Die vegetativen Nervenkommen nicht aus dem Hirn-Rückenmarkssystem,hängen aber vielfach mit demselben zusammen. Beiwirbellosen Tieren findet sich nur dieses System,bei einigen scheinen die Nerven ganz zu fehlen.

Durch die allgemeine Tätigkeit aller an die Ober-fläche des Körpers tretenden, für äussere Reize(Temperatur, elektrische Spannung) empfänglichenNerven entsteht das Gemeingefühl. Am voll-kommensten tritt diese Thätigkeit als Tastsinn hervor,der bei den Tieren weniger entwickelt und durchandere Organe, den Rüssel, die Lippen, die Schnabel-haut vieler Yögel, besonders aber durch Fühlfäden,Papeln und die Zunge ersetzt wird. Die Kräfte undVerrichtungen eines Körperteils hören auf, wenn diezu ihm führenden Nerven zerstört sind.

Der Sitz des Gefühls ist die ganze Oberflächedes Körpers, wo sie nicht mit harten Bedeckungenversehen ist. In der noch mit der Oberhaut (epidermis)bedeckten Lederhaut (cutis) endigen eine zahlloseMenge von Nervenenden in kleinen, sehr empfindliehen