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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
Entstehung
Seite
638
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G38 Mensch], Körper.

Hervorragungen: Papillen. Die Oberhaut ist un-empfindlich, halb durchsichtig und besteht ausmehreren Schichten. Die unterste ist das gefärbteSchleimnetz (rete Malpighi). Die äussersten Haut-schichten verhindern die unmittelbare Berührung deiNerven, durch welche stets schmerzliche Empfin-dungen verursacht werden.

Der Geschmack ist das Tasten und Fühlen desFlüssigen zur Beurteilung des Geniessbaren. DerSitz dieses Sinnes ist die weiche, fleischige und vor-streckbare Zunge, die sich in der niemals trocknenMundhöhle befindet. Die Schleimhaut derselben istmit vielen Nervenwärzchen vom verschiedensten Baubesetzt. Die Zunge der Säugetiere ist von ähnlicherBildung, bei den Vögeln ist sie mehr knorpelig undder Geschmack deshalb auch schwächer, bei vielenFischen ist sie mit Zähnen besetzt, bei den Beptiliengespalten.

Der Geruchssinn hat seinen Sitz in den nerven-reichen Schleimhäuten der Nasenhöhle, in welcherbei dem Menschen drei gewundene Knochenplättchen,die Nasenmuscheln, liegen, in denen wir von dunst-oder gasartig verflüchtigten Stoffen Eindrücke erhalten.Erst bei den Amphibien treten besondere Organefür den Geruchssinn auf, obgleich wir auch bei denSchalenthieren z. B. den Krebsen, Mollusken und In-sekten das Vorhandensein eines sehr feinen Geruchsannehmen müssen, Die Empfindungen des Geruchs-sinnes hielt man früher denen des Geschmackes sehr ähn-lich. Jedoch beruht diese scheinbare Ähnlichkeit auf einerungenauen Beobachtung. Man glaubte nämlich früher,dass viele Dinge gerade so röchen, wie sie schmeckten.Doch schmeckt man in der Tat die meisten starkriechenden Stoffe gar nicht, sondern man riecht sienur, indem der Geruch von der Mundhöhle durch dieNasen -Bachengänge in die Nase strömt. Folgender Ver-such, den Jeder anstellen kann, beweistdies: Zerschneidetman eine rohe Zwiebel und lässt diese von Jemandenkauen, indem man ihm die Nase zuhält, so hat erdurchaus keine Geschmacksempfindung. Öffnet man

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