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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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625
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Kinderkrankheiten. 625

Daher schreibt Dr. med. Nittinger in Stuttgart:

1. Über die 50 jährige Impfvergiftung des württem-bergisehen Volkes. Stuttgart 1850.

2. Impfvergiftung. Ebendaselbst 1852.

3. Die Impfung ein Missbrauch. 1853.

Alles Schriften, welche das Obengesagteweit-läufig erörtern.

Wenn das Vorurteil nun auch noch zu starkist, das ganze Impfen über den Haufen zu werfen(obgleich es fast als Null zu betrachten), so halte ichmich doch verpflichtet aus obigen Gründen, auf dieAbstellung des Impfens von Kindern aufKinder ganz gehorsamst anzutragen; da, solange dies erlaubt ist, Ärzte dazu verleitet werdenVerbrechen zu verüben; denn ein Verbrechen istes nach den Gesetzbüchern aller Staaten, wenn ichmeinem Nächsten an seinem Leibe und seinerGesundheit Schaden und Nachteil wissentlich zu-füge."

Der deutsche Reichstag wird schon seit geraumerZeit mit Bittschriften im Sinne der Aufhebung desImpfzwanges bestürmt, und dem rührigsten Vor-kämpfer desselben Dr. Oidtmann gebührt der Ruhm,diese Sache schon einen grossen Schritt vorwärts ge-bracht zu haben, was alle Impfgegner mit Dank aner-kennen müssen; aber noch immer hat die Voreinge-nommenheit und das Vorurteil der Zunftärzte, der so-genannten Autoritäten, die Staatsregierungen so zubeeinflussen gewusst, dass das Impfzwanggesetz auf-recht erhalten wurde. Doch wird die Zeit nicht mehrfern sein, wo es fallen und wie fast alle Massnahmender alten Schule in die Rumpelkammer wandern wird.

Durch das innerliche Eingeben von Variolin oderVaccinin in 30ster Potenz (10 Körner in Wasser,3 Tage lang) habe ich die meisten Personen bei einerPockenepidemie geschützt; doch wo dies nicht Geltungfindet, und wo Staatsregierungen den Impfzwang auf-recht erhalten, da versuche es jeder Vater, echteKuhpockenlymphe zu erhalten, um sein Kind da-mit impfen zu lassen, und wo ihm dies nicht gelingt,