626 Kinderkrankheiten.
da forsche er selbst nach einem Kinde, dessen Elternund Grosseltern kräftig und gesund sind, und wennsein Kind von einem solchen geimpft ist, so gebe erunmittelbar nach der Impfung Sulfur x 4 stündlich,etwa 4 Tage lang; dadurch werden die unreinen mit-eingeimpften Stoffe wenigsten wieder so ■viel als mög-lich ausgestossen und unschädlich gemacht.
Endlich werden aber die Regierungen von jenemZwange ablassen, wenn die Ärzte, die dabei den Aus-schlag geben, aufgeklärter sein werden, .bei denen jetztnoch viel Finsternis herrscht, was man nach hundertJahren belachen und für unbegreiflich halten wird.
31. Bettnässen, Wenn man dies bei ganzkleinen Kindern auch nicht verhindern kann, so mussman das Kind von V4 Jahre doch daran gewöhnen,dass es ein Bedürfnis andeutet und von einem Jahrean nie mehr in's Bett nässt. Kommt dies noch inspäterer Zeit vor und helfen Ermahnungen nicht, soist es eine Schwäche, d. h. eine Lähmung des Blasen-schliessmuskels bei zu kleiner Blase, und man tutsehr Unrecht, Kinder deshalb zu schlagen oder andereStrafen aufzuerlegen, denn sie sind ausser Schuld.
Die Hauptmittel sind: Beil., Puls., China, Cinaund Sulfur.
Belladonna x, wenn die Kinder rot im Gesichtesind, also Blutandrang nach dem Kopfe vorhanden ist.
Pulsatilln x, wenn sie sehr blass, weinerlichund verzagt sind; besonders bei Mädchen sehrwirksam.
China x, wenn allgemeine Schwäche nachKrankheit oder Säfteverlust, oder Abmagerung vor-handen.
Cina x, wenn Würmer sich gezeigt haben, odeidi» Kinder oft an der Nase reiben oder mit demFinger darin bohren.
Sulfur x, wenn die Kinder skrofulös sind, odeian Ausschlag, Grind, Drüsen und dergl. leiden.
Unter denselben Umständen, verbunden mitSchwäche und Abmagerung, würde Calc. carb. xvorzuziehen sein.