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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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623
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Kinderkrankheiten. 623

gerichtet hat, bei weitem mehr, als die Pocken!; rank--heit selbst, denn jenes verdirbt und vergiftet dieGesundheit ganzer Geschlechter, so muss ich Elterndringend davor warnen und lasse zu dem Zweck einenTeil eines Berichtes, den ich der Regierung über-reicht, hier abdrucken:

Die Schutzpockenimpfung sollte ursprüng-lich nur mit reiner Kuhpockenlymphe geschehen,was auch einzig und allein von den Staatsregierungenzum Gesetze erhoben worden ist. Da dergleichenLymphe jedoch nur selten vorkommt, so erlaubtensich die Ärzte aus den Impfpusteln der Kinder andereKinder zu impfen, ohne zu bedenken, welche Nach-teile dadurch entstehen.

Erstens ist die Lymphe dadurch bereits so ge-schwächt, dass das Impfen, wie es bei uns getriebenwird, fast gar nicht mehr schützt, was die Tatsachebeweist, dass ich allein bei der Pockenepidemie inKöthen .193 auf diese Weise Geimpfte und Wieder-geimpfte an den wirklichen Pocken behandelt habe,bei denen also das Impfen und Wiederimpfen nichtsgenützt hatte.

Bei der Pockenepidemie in Berlin waren unter1000 Pockenkranken, nach den amtlichen Berichten,mehr als 800 geimpft gewesen, also war die Impfungvon 800ten nutzlos.

Dasselbe bestätigen die berühmtesten Autoritäten.Schon Heim sagte vor 40 bis 50 Jahren, dass diejetzige durch tausend Organismen geschwächte Vac-cine keineswegs die sei, welche Jenner zum Schutzegegen die natürlichen Pocken vorschlug. Auch Schön-lein spricht sich inRoberts Schrift über Blatternusw." Seite 221 über die Degeneration derLymphe und den desfallsigen mangelndenErfolg aus, und Yicussens berichtet inRov.med." November 1832, dass in England viele Per-sonen mit einer Lymphe geimpft worden, welchedie 14le Generation passirt hatte.