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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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622
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622 Kinderkrankheiten.

genannten Mittel einzeln gibt, und jedes längereZeit nachwirken lässt, was unterSkrofeln" näherangegeben ist.

29. Das Stottern muss man den Kindern in denfrühesten Jahren abzugewöhnen suchen, weil es späterbei weitem schwerer hält. Anfahren, Schelten undSchlagen ist die schlechteste Methode dabei, wodurchdas Übel in der Regel nur verschlimmert wird. Sehrhäufig ist ein Schreck der Grund des Stotterns derKinder, wovon die Eltern oft nichts ahnen; daherheilt in vielen Fällen eine Gabe Opium x dievermeinte üble Angewohnheit gänzlich. Auch nachdem Fallen der Kinder entsteht oft Stottern, unddann hilft zunächst: Arnica x, und wenn dies nichtvollkommen ausreicht: Beilad. x, weil es seinenGrund in einer Erschütterung des Gehirns und Ver-stimmung der betreffenden Nerven hat. Empfohlenwird noch Pialina x und Eaphrasia x. SindSkrofeln vorhanden, oder als dagewesen oderangeerbt zu ermitteln, so würde Sulfur x oderMercur x an seinem Platze sein.

Bei dem inneren Einnehmen darf aber die äussereÜbung nicht unterbleiben, und man gelangt amschnellsten zum Ziele, wenn man das Kind täglicheine Zeit lang vornimmt, mit der grössten Sanftmutzu ihm spricht, und folgende Übung machen lässt.Das Kind muss zuerst langsam ein- und danneben so langsam ausatmen, und während desLetzteren in die Hände klopfen. Hat es dies geübt,so spreche es während des Ausatmens einige Wortelangsam und deutlich aus; dies wiederhole man längereZeit hintereinander täglich. Auch lasse man das Kindlangsam und deutlich laut vorlesen und Auswendig-gelerntes hersagen. Auf diese Weise wird das Stotternbald überwunden sein.

Wo die Zunge dick ist und leicht hintersinkt,muss man noch anempfehlen, ehe man spricht, dieZungenspitze stets an die obere Zahnreihe zu legen.

30. Das Pockeniropfen, Da das Pockenimpfenwie wohl Jedermann weiss, schon so viel Unheil an-

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