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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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621
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Kinderkrankheiten. <521

die Eltern erst besannen, gab ich eine Gabe Arniea x,4 Tage lang, und nachdem dieselbe 2 Wochen nach-gewirkt hatte, stellte sich die frühere Stimmung.Heiterkeit und Lebendigkeit wieder ein, und istseitdem nicht mehr gewichen.

Hieraus ersieht man, wie wichtig es ist, nach demFallen der Kinder aufmerksam auf dieselben zu sein,und wo man eine Erschütterung des Gehirns oderQuetschung sonstiger Organe annehmen kann, sogleichArnica x in obiger Weise einzugeben. Sind äusserlichsichtbare Quetschungen, Beulen oder Brauschen ent-standen, so lege man (ausser dem innern Einnehmen,welches stets die Hauptsache bleibt) Leinwandpolstermit Arnicawasser befeuchtet, wie es § 28, beiwunden Brustwarzen" angegeben ist, auf die ver-letzten Stellen, oder wasche dieselben zweimal täglichmit Arnicawasser.

Durch dieses Verfahren beugt man mancher lang-wierigen Krankheit, Knochenverkrümmung usw. vor.

28. Das freiwillige Hinken oder die Hiift-geleiiksentzüüduiig (Coxitis) entsteht in der Regelohne jede äussere Veranlassung, nur bisweilen ist einFall die Veranlassung dazu.

Sobald die Schmerzhaftigkeit und das Hinken be-ginnt, darf das Kind nicht mehr umherlaufen, sondernmuss auf einer Matratze gerade liegen. In der Regelist Fieber und Schmerz (auch im Knie) damit ver-bunden und man .gibt zunächst Acon. x; wenn dasÜbel zuerst durch einen Fall hervorgerufen war,Arnica x, zwei- bis vierstündlich. Tritt nicht baldBesserung ein, so gibt man Bell, x oder Mercnr xdrei- bis vierstündlich, denn dies sind die specifischenMittel, mit denen ich oft dergleichen Leiden in 1 bis2 Monaten gänzlich geheilt habe. Mitunter ist auchRlins tox. x, oder Snlfur x und Cnlc. carb. xangezeigt, was der Umsicht des Arztes überlassenbleibt, dieselben dazwischen zu geben oder damitabzuwechseln, je nachdem die Umstände es erheischen.

Die spater aus dieser entstehende chronischeKrankheit kann man nur heilen, wenn man die