Kinderkrankheiten. (i!9
würmer, da er seinem Wirte Nahrung entriehtund für sich verwendet.
Was die Behandlung und Tötung dieserWürmer anlangt, so ist wohl jedem von vornhereineinleuchtend, dass dazu homöopathische Mittel nichtausreichen. Wohl sind Heilungen von Bandwürmerndurch homöopathische Mittel vorgekommen, doch sinddiese, wie auch die allopathischen Mittel, nicht zu-verlässig. Gegen die Madenwürmer sind Cina, Teu-crium marum verum, Nux vom., gegen den Spul-wurm: Cina, Spigelia, Lachesis, gegen den Band-wurm: Nnx vom., Sulfur, Mercur, Calc. carb., Fil.mas. empfohlen worden, doch sind diese Mittel alleunzuverlässig.
Die Madenwürmer (Aseariclen) tötet man amsichersten, indem man Iilystiere von lauwarmemWasser und zur anderen Hälfte eine Abkochung vonZwiebeln, Knoblauch oder Schnittlauch oder Essiggibt, und diese jeden Abend wiederholt, bisdas lästige Jucken aufhört und die Würmer ver-schwinden.
Zum Töten der Spulwürmer bedient man sichdes Zittwersamens (Cina), mit Syrup zu einem Breigemacht, oder seines Kraftbestandteils, des Santonins,das in den Apotheken mit Mehl und Zucker oderSchokolade verbunden unter dem Namen „Wurm-plätzchen" zu haben ist.
Den Bandwurm vertreibt man mit einer Ab-kochung von Granatwurzelrinde, von Kusso,ätherischem Farnwurzelextrakt und Kamala-pulver. Letzteres besonders ist wegen seinesguten Geschmackes für Kinder besonders zuempfehlen, und es genügen 4 Pulver zu je 2 Gramm(bei Kindern 1 x /s Gramm) davon, den Bandwurmziemlich sicher abzutreiben.
26. Abzehrung, Abmagerung oder Dürrsuchtder Kinder (Atrophia infantium), finden wir in derKegel nur bei solchen Kindern, welche die Mutter-brust nicht erhalten und aufgepäppelt werden. Ks