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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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618
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G18 Kinderkrankheiten.

erfolgt, sondern viele zu gleicher Zeit erscheinen, wo-durch die Wachstumstäugkeit zu sehr in Anspruchgenommen, und was kein Arzneimittel verhindern kann.

'25. Eiugeweidewnriner. Es gibt drei Artenvon Würmern in den menschlichen Eingeweiden:

1. Der Spring- oder Madenwnrni (Oxyurusvermicularis.) Diese Tiere, früher Askaridengenannt, sind die unschuldigsten von allen Eingeweide-würmern. Sie sehen ganz aus wie Fliegenmaden undhaben ihren Sitz besonders im Dickdarme, kommenaber durch den Kot öfters in den Mastdarm, woselbstsie besonders gegen Abend oft ein unerträglichesJucken verursachen.

2. Der Spulwnriu (Ascaris lumbricolides):sieht ähnlich wie ein Regenwurm aus und entziehtdem Organismus nur wenig Nährstoff. Derselbe lebtvorwiegend im Dünndarme des Menschen und kommtdaher seltener durch den After zum Vorschein, öftersvielmehr in dem Magen, wo er Übelkeit und Erbrechenerregt, ja bisweilen sogar durch das Speiserohr undMund (oder Nase) nach aussen gerät.

3. Der Bandwnrm (Taenia): Von ihm sind be-sonders zwei Arten bei uns häufig: der schmaleBandwurm (Taenia solium) und der breite oderungarische Bandwurm (Taenia mediocanellata).Ersterer ist bei uns in Norddeutschland, Frankreich,England, Algier, Nordamerika und Indien einheimisch,er hat schmälere kleinere Glieder, besitzt am Kopfeeinen Rüssel, 2 Hakenkränze und 4 runde, sym-metrisch geordnete Saugnäpfe und seine Gliedergehen nie ausserhalb des Stuhlganges ab.Letzterer vorzugsweise in Österreich, dem südöstlichen"Württemberg und Bayern heimisch, hat grössere, breitereund dickere Glieder, weder Rüssel noch Hakenkranz,sondern am Kopfe nur vier grosse Saugnäpfe (welche manwie die Haken und Rüssel mit einer schwachen Lupeschon unterscheiden kann) und ihre Glieder gehenso wohl während, als auch ausserhalb desStuhl-ganges ab. Der Bandwurm hat seinen Sitz ebenfallsim Dünndärme und ist der übelste aller Eineeweide-