Kinderkrankheiten. 607
Wundsein bei der vorgeschriebenen Reinlichkeitnicht bald aufhört, so gebe man innerlich Cham, xin Wasserauflösung, Abends und Morgens einen Schluck,etwa 4 Tage lang.
Yon selbst versteht es sich, dass die wundenStellen nicht wie gewöhnlich mit dem Handtuchegetrocknet werden dürfen, sondern dass man nur mitweichen leinenen Tüchern darauf tupft. Sind dieKinder kränklich, skrofulös usw. und das oben be-schriebene Verfahren beseitigt nicht das Wundseinin einigen Wochen, so gibt man Sulf. x in gleicherWeise, wie Cham, x ein und wartet aber längereZeit die Nachwirkung ab. Sollte das Kind sehrschwach und abgemagert sein, so gibt man stattSulfur besser Cnlcarea carhon. x oder wenn manschon Sulfur gegeben hatte, einige Mal Chin. x zurStärkung.
3. Mileliscborf oder AiiS|irnng entsteht auskleinen Bläschen, die sich mit einer dünnen, durch-sichtigen gelben Lymphe füllen, darauf aufplatzenund eine Borke oder einen Schorf bilden, wodurchdas Kind oft sehr verunstaltet wird. Er überziehtoft selbst die Augen, doch man braucht sich nichtzu ängstigen und muss auf keine Weise den Schorfäusserlich zu entfernen suchen. Da in der Kegeletwas Fieber dabei ist, so gibt man zuerst Aconit x,2 stündlich einen halben Teelöffel voll und nächst-dem Rhus tox. x. Bleiben die Augen längere Zeitverschlossen, so dass sie sich nicht durch lauwarmeMilch aufweichen lassen, so gebe man der Sicher-heit wegen täglich 4 Mal einen halben TeelöffelAcoti. x, dann sind dieselben vor zerstörender Ent-zündung geschützt, Abends und Morgens aber Ritusto* x. Sollte das Übel nicht in einigen Wochenverschwinden, so gibt man Sulfur x 3 Tage langund lässt es alsdanu nachwirken.
4 Bei jedem andern Kimleraussclilage, Friesel,Masern usw. gibt man sogleich Acon. x, stünd-lich einen halben Teelöffel voll, befragt jedoch einen