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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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606
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G06 Kinderkrankheiten.

Eine Hauptsache bei der Erziehung der Kinderist Regelmassigkeit in den Mahlzeiten . und

man darf nie davon abweichen, so lange die Kindergesund sind. Nichts ist verderblicher, als Kinderndann und wann Leckerbissen oder Naschwerk zugeben; bekommen Kinder bisweilen Zuckerwerk,Kuchen oder dergleichen geschenkt, wo es sich nichtgut zurückweisen lässt, so muss dies den Eltern so-gleich abgeliefert werden, die es aufbewahren undnach der Mittagsmahlzeit verteilen, doch nie ausserdem.

§ 39.

Kinderkrankheiten.

1. AHtsenentzüiidniig der JfeoReborpnen ent-steht lediglich durch Scheiden- oder Gebärmutter-katarrh (Weissfluss) der Mutter und wohl nie durchstarken Lichtreiz.

Man gebe ungesäumt der Mutter und demKinde Acon. x 1- bis 2 stündlich, dem Kinde jedes-mal nur i / 2 Teelöffel voll der Wasserauflösung.Hilft dies nicht bald: Cham, x, Apis x, Hepar xoder Mercur x.

2. Wnndsein der Kinder. Es ist nichts schäd-licher dabei, als das sogenannte Einstreuen mit Mehloder Bärlappsamen, auch Hexenmehl genannt, des-gleichen die Anwendung austrocknender Mittel, z. B.des Bleiwassers oder der Blei- und Zinksalbe. Wennauch manche Mütter die schnelle Wirkung dieserMittel rühmen, so wissen sie noch nicht die traurigenFolgen, welche oft erst später zum Vorschein kommen.

Die einzige richtige Behandlung ist Sorgsamkeitder Mutter, dass das Kind nie einen Augenblick indurchnässten Windeln liege, sondern stets sogleichtrocken gelegt und zuvor gewaschen werde, aber,wenn es gerade warm ist, mit verschlagenemWasser. Danach bestreiche man die wunden Stellenmit reinem Mohn- oder Provenceröl. Wenn das

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