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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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605
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Wochenbett.

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Aus obigen Gründen darf man Kindern nicht ge-statten, auf Schaukelpferden, Stöcken, Wagen-deichseln, Treppengeländern u. dgl. zu reitenoder gar auf letzteren hinunterzugießen. Alles diesreizt die Geschlechtsteile und ist der Anfang derSelbstbefleckung.

8. Speiseplan für Kinder. Dass ein Kinderst dann feste Speisen bekommen kann, wenn einZahn oder mehrere durchgebrochen sind, ist schon in§ 31 gesagt worden, und es wird der Speiseplanfür das zweite und dritte Lebensjahr sichvielleicht in folgender Weise aufstellen lassen.

Morgens 7 Uhr 2 kleine Tassen lauwarmeKuhmilch, wenn man es haben kann frisch-gemolken. Dazu eine Semmel vom vorigen Tage(nicht frisch). Das Kind darf nicht vollkommen ge-sättigt sein, sonst wird es dadurch träge gemacht;auch ist der kindliche Magen zu keiner Zeit leererund reizbarer, als Morgens. Wird dersolbe in derMorgenstunde schon gänzlich gefüllt, so wird dieVerdauungskraft in so hohem Grade in Anspruchgenommen, dass es die übrigen Verrichtungen desKörpers und Geistes beeinträchtigt.

Um 9 oder 10 Uhr ein kleines Butterbrot vongut ausgebackencm, nicht frischem Brote, ganz magermit Butter, Honig oder Mus bestrichen; oder trocknesBrot und etwas Obst.

Mittags 1£ oder 1 Uhr einen Teller Fleischbrüh-suppe mit Reis, Gries, Gräupchen oder dgl. gekocht,und darauf etwas leichtverdaulihes Gemüse mit ganzwenig Fleisch Es ist nie gut, Kindern viel Fleischzu geben, während Fleischbrühe ges attet ist.

Um 4 Uhr ein Stück Brot mit Obst und gegen7 Uhr eine kleine Portion Milch- ouer Wassersuppemit etwas Brot oder Semmel vom vorigen Tage, weilKinder viel besser schlafen, wenn der Magen nichtüberfüllt ist.

Als Getränk: frisches Brunnenwasser. Biergebe man Kindern nie, weil es unnötigerweise

aufregt.