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von Fleisch allein leben, weil letzteres, wie Hufo-land sich ausdrückt, zu viel »Fäulniss« erregt.
Als im Kriege in Spanien sämtliche Pflanzen-kost, Brot u. s. w. verzehrt waren, und die Armeesich einzig und allein an die Rinderherden haltenmüsste und mehrere Wochen nichts als Fleischgenoss, entstanden erst Durchfälle, dann aber dasverheerendste Faulfieber, welches erst dann einEnde nahm, als andere Nahrungsmittel, Brot undGemüse, herbeigeschafft waren.*)
Im Sommer und in heissen Klimaten mussman mehr von Pflanzenkost und Obst leben,während im Winter und im kalten Norden mehrFleischkost erforderlich ist; ebenso für frostigePersonen mit wässrigem Blute. Dies nimmt derunverdorbene Naturmensch deutlich schon durchseinen Instinkt wahr; es ist aber auch wissen-schaftlich nachgewiesen, dass bei vorwiegenderFleischnahrung die Wärmebildung vermehrt,das Blut dicker und der Mensch magererwird.
§ 11.
Der Beruf des Arztes besteht nicht nur darin,bei Kiankheiten die nötigen Mittel zu verordnen,sondern auch, wie schon früher erwähnt ist, inder zweckmässigen, jedemFalle besonders anpassen-den Regelung der Lebensweise. Hierunter ist
*) Ganz dasselbe zeigte sich wiederholt im letzten Kriegeegen Frankreich namentlich bei den Belagerungstruppen vorletz, wo bei dem gänzlichen Mangel an Irischen Gemüsen unddem ungewohnten Überöuss an Fleisch die typhöse Ruhreine so furchtbare Ausdehnung erlangte, dass ganze Truppen-körper dadurch unfähig zum Felddienste wurden.