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Kleines Arzneibuch gegen innerliche und äußerliche Krankheiten des Rindviehes, der Schafe und Schweine, enthaltend eine Sammlung bewährter und erprobter Arznei-Vorschriften
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und hat ein böses, überhandnehmendes Fieber dabei. Eskann innerhalb 24 Stunden sterben.

Das Thier versagt das Futter, hat trübe Augen,wühlt mit dem Rüssel, zittert mit Kopf und Füßenund grunzt ängstlich. Es entsteht dabei eine Halsent-zündung.

Das Uebel scheint mit den Zungenblattern beim Rind-viehs Ähnlichkeit zu haben, und man weiß noch kein an-deres Mittel dagegen, als daß man die Blatter, wie beimRindviehe, ausschneidet und die Wunde mit Essig undSalz reibt.

Z Von den Finnen

Die Finnen bei den Schweinen sind Blasenwürmeroder eine unschädliche Wurmkrankheit, und keine Krankheit,die das Fleisch und die Säfte verdirbt.

Das Schwein, welches Finnen hat, hat eine heisereStimme und unter der Zunge mehre weiße Blattern.

Man kann diese Blasenwürmer auf folgende Artzerstören. Man lösche in dem Futter einige Male einenBrand von Eichenholz ab. Oder man streue etliche Maleoder alle Tage eine Hand voll Asche auf das Futter,oder gebe ihm öfters Lauge von Holzasche auf das Futter.Noch stärker wirkt der glänzende Kaminruß, von demman etliche Male auf das Futter streut. Wenn dieSchweine mit Erbsen und Linsen gefüttert werden, sollendie Finnen auch vergehen. Zuverlässig vertreibt das dieFinnen, wenn man dem Schweine wöchentlich 1 bis 2Mal, jedes Mal eine gute Messerspitze voll, oderQuentchen feingestoßenes Spießglas, oder noch besser,Spießglasleber mit Brod vermischt giebt. Denn das Spieß-glas reinigt zugleich das Blut und befordert den Appetit.Man darf es also jedem Mastschwein geben, das auch keineFinnen hat.

4. Mittel, die Schweine vor allerleiKrankheiten zu bewahren

Dies ist eben das Spießglas, von dem in Nr. 3 ge-gen die Finnen die Rede war. Man gebe dem Schweinewöchentlich 1 bis 2 Mal, jedes Mal i/z Quentchen feinzu Staub gestoßen, in Brod geknetet. Auch gebe mandem Schweine reichlich Salz unter das Fressen.

Arzneibuch. D