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Eine« der sichersten und besten Mittel, welches man8 bis IS Tage hinter einander gebrauchen kann, ist aberfolgende«: Man nimmt ein Loth Schwefelblumen, undeben so viel gepulverte Alantwurzel, vermischt dieses mir4 Loth Honig, und giebt eS in 4 Tagen zu gleichen Thei-len ein. Am zweckmäßigsten ist e« übrigens, das Mitteldem Schafe auf die Zunge zu streichen. Dieses Mittelvertreibt die im Blute befindliche Schärfe; denn es ist nichtgenug, daß man die Räude äußerlich heilt, sondern manmuß auch innerlich die Säfte zu verbessern suchen, indemdie Heilung sonst nur vorübergehend ist und bald wiederhervorbricht.
Oder man nehme Enzianwurzel, Cardobenediitenkrautund Wermuth, von jedem '/z Pfund, Schwefel 8 Loth,mache alleS zu Pulver, mische 1 Pfund Salz darunter, undgebe einem räudigen Schafe täglich zweimal, jedesmal 2 bi«Z Loth davon, bis eS genesen ist.
Die räudigen Nasenlöcher und Augenlieder bestreicheman täglich etliche mal mit süßem Milchrahm, sonst könnendie Nasenlöcher zusammenwachsen, und das Schaf kannblind werden.
Trächtigen Schafen darf man nur Salz und Schwefe^geben, weil sie sonst leicht verwerfen.
Vorzüglich gut ist es, dem Schafe täglich ein OrthQuecksilberwisser einzugeben.
Folgendes Mittel soll die Räude ohne Schmieren hei-len: Man giebt jedem räudigen Schafe alle Morgen bi«zur Heilung V, Quentchen gestoßene Spießglasleber mitweichem Brod zusammenqeknetet, wozu noch Morgen« undAbend« eine Handvoll gestoßene Wachholderbeeren mit Salzund Haser vermengt, zum Futter. In 14 Tagen soll dieRäude vergehen. Wenn der Schorf sich abgesondert hat,badet man die Schafe in lauem Wasser.
Auch folgende« Mittel soll als Waschwasscr gut gegendie Räude sein: Auf jedes räudige Schaf nehme man I'/zLoth Grünspan, 6 Loth gemeinen Rauchtaback, und 8 LothKaminruß.
Der Kaminruß wird zuerst mit siedendem Wasserabgebrüht, umgerührt und zwölf Etunden lang zugedecktin einem Eimer aufbehalten. Alsdann seihet man diese