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Kleines Arzneibuch gegen innerliche und äußerliche Krankheiten des Rindviehes, der Schafe und Schweine, enthaltend eine Sammlung bewährter und erprobter Arznei-Vorschriften
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ihr fein gestoßene Wachholderbeeren und Salpeter, undwenn es sich nach diesem Gebrauch in einigen Togenni^t ändert, laxirt man die Kuh mit 2 Lolh Aloe und

4 bis K Loth Bittersalz, in Wasser aufgclös't.

2) Ist die Milch bitter, so nimmt man Ebers»,Angelika- und Meistcrwurzel, von jedem 2 Lolh, schwar,zen Kümmel, Assant, Mastix, Myrrhen und Weihrauch,von jedem >/, Loih, Kampker bis t Lolh; 4 biS

5 Tage giebt man der Kuh davon Morgens I Lothzwischen zwei genetzten Glücken Brod.

3) Ist die Milch blutig, ohne daß man eine Ent-zündung am Euter gewahr wird, so kann ein allzu hef-tiges Springen oder eine andere Erhitzung daran Schuldsein.

Man vermischt in diesem Falle mit einem halben QuartierMilch I Loth Salpeter und I Loth Eierschalen, undgiebt eS täglich dreimal ein. Over man gebe der KuhRingelblumenkraut fleißig zu fressen. Auch kann mander Kuh von den Kräutern: Tormentil, Odermenningund Täschelkraut täglich etliche Hände voll geben.

4) Hat der Rohm den Fehler, daß er keine Buttergeben will, so giebt man der Kuh 3 bis 4 mal deSTages, jedesmal eine Hand voll in E'sig, von folgendemPulver: Sauerampfer, weißen Andorn, Schafgarbe,Brennnesseln, von jedem 4 Hände voll, Schwefel einhalbes Pfund; Alles wird zu Pulver gemacht und unter-einander gemischt.

6) Wenn innerliche Hitze die Milch verzehrt, so gebeman der Kuh täglich zweimal ein halbes Quartier saureMilch und 2 Loth Salpeter. Wenn man den Dampfvon siedendem Wasser an das Euter gehen läßt, so ziehteS die Milch auch herbei. Eben so gut ist es, wennman der Kuh fleißig Fenchelsamen sammt dem Kraut«zu fressen giebt. Auch kann man das Euter in «ineungegerbte Lammsbaut einwickeln. Ferner ist es dienlich,wenn man der Kuh oft Brennesseln zu fressen giebt.

Man sorge dafür, daß die Kuh immer recht ausge-molken werde, denn dies vermehrt den Reiz zum Euters«hr.

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