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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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im Sommer oder Herbst blühenden Individuen und bei den mehrjährigen Rasser, meist sehrverkürzt bis fehlend, an den überwinterten, im Sommer blühenden Individuen dagegen ge=strecktgliedrig, ± 1 /s bis 5 (selten bis 10) dm lang, aufsteigend oder ausgebreitet nieder»liegend, einfach oder gabelästig, meist schlaff, gerillt, mit kurzen, bis 1 (sehr selten bis 2 1 / ü ) dmlangen Internodien. Laubblätter sehr vielgestaltig, die grundständigen zahlreich, im Winter demBoden angepresst, oft rot überlaufen, im Frühling sich aufrichtend, hellgrün, bei der Ent»Wicklung der beblätterten Sommerstengel verdorrend, ± 3 bis 20 cm lang und 1 /ä bis 5 cmbreit, kurz» bis langgestielt, mit ± elliptischer, unterwärts gefiederter, im oberen Teil meistnur fiederlappiger, meist sowohl an der nicht gezähnten Spindel wie auf beiden Flächen ibehaarter Spreite; Fiedern meist sitzend, selten kurz gestielt, ± eiförmig, einfach bis doppelt

fiederspaltig, mit eiförmigen bislineaManzettlichen, spitzen oderstumpfen Zähnen; Stengelblättermeist von den Grundblättern kaumverschieden, oft kürzer gestielt undmit weniger tief zerschnittenenFiedern. Nebenblätter eiförmig,± 3 bis 8 mm lang, weisslich»häutig, i zu 1 U bis 1 /2 untersich verwachsen, meist gewimpert.Blütendolden mit aufrechten, dietragenden Laubblätter (bei dengrundständigen die Rosettenblätter)wenig bis um das dreifache über»ragenden Stielen und 3 bis 8(1 bis 10) Blüten. Blütentragblätter± doppelt so viel als Blütenstiele,± 1 bis 3 mm lang, eiförmig,weisshäutig, zu l !i bis Vs ihrer Länge zu einer Doldenhülle verwachsen. Blütenstiele ±1 bis l l /s ( 1 /2 bis 2) cm lang, dünn, wie die Stengel und Doldenstiele behaart, zuerst nickend,jedoch schon vor dem Aufblühen sich aufrichtend, nach der Bestäubung sich herabschlagend undzur Fruchtzeit meist i einseitswendig abstehend, bei der Samenreife sich oft wieder aufrichtendund bis zu 1 '/* bis über 3 cm Länge wachsend (Fig. 1650). Kelchblätter elliptisch, i 4 bis 6, zurFruchtzeit bis 7 mm lang, kurz bespitzt oder mit bis 1 mm langer Granne, 3= bis 5=nervig,± deutlich hautrandig, flaumig bis rauhzottig oder i drüsig behaart, becherförmig zusammen»schliessend. Kronblätter oft unter sich recht verschieden, so lang bis doppelt so lang wie derKelch, breit verkehrteiförmig bis spatelig, gestutzt oder abgerundet, an dem kurzen Nagel bärtig,meist hell karminrot bis lila, die oberen öfters mit hellem oder dunklem Fleck, selten ganzweiss. Aeussere Staubblätter ohne Antheren, die 5 inneren mit am Grund plötzlich ver»breiterten, meist nicht gezähnten Filamenten. Frucht i 3 bis 4 cm »lang; Fruchtklappen mitden Samen und der ± 2 bis 4 cm langen, bei der Reife mehrere Spiralwindungen be»schreibenden, aussen kurz angedrückt, am Rande langborstig behaarten Granne verbundenbleibend, i 6 mm lang, scharf zugespitzt, i dicht mit gegen die Granne gerichteten Haarenbesetzt, an deren Ansatzstelle mit 2 kahlen, oft durch halbkreisförmige Ringfalten abgesetztenGruben. Samen walzlich, + 3 mm lang, glatt, hellbraun. (III) IV bis VII, vereinzeltspäter, im Sommer gekeimte Individuen oft schon X.

In offenen Trockenwiesen, Weiden, Heidewiesen, auf Dünen, in Aeckern auf Sand»boden, Weinbergen, an Feld» und Wegrändern, Bahndämmen usw. ziemlich verbreitet und

Fig. 1653. Erodium cicutarium (L.) L'Hörit. mit Poa concinna, Gagea saxatilis,Draba Verna, Viola tricolor subsp. Kitaibeliana, Valerianella carinata usw. im Unter-wallis. Pnot. Dr. H. Garns, München.

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