11. Ein. bis 2.jährige, locker abstehend behaarte Arten. Frucht 7 bis 11 cm lang 12.
11°. Ausdauernde Arten. Fruciit nur */» bis l 1 /» cm lang 13.
12. Stengelblätter fiederschnittig. Dolden 2« bis 4-blütig. Grannen der Kelchblätter ± 1 mm lang(wenn die Kelchblätter floral nur 5, postfloral nur 9 mm lang und der Fruchtschnabel nur 3 bis 6 cm lang,s. E. brachycarpum pag. 1717) E. Botrys pag. 1717.
12*. Stengelblätter dreiteilig; der mittlere Abschnitt ± gelappt. Dolden 3= bis 5=blütig. Grannen derKelchblätter 2 bis 7 mm lang E. gruinum pag. 1717.
13. Graufilzig, mit Stengel. Blütenstände 2« oder 3-blütig E. Corsicum pag. 1717.
13*. Spärlich behaart, stengellos. Blütenstände 1 -blütig E. Reichardi pag. 1717.
14. Fruchtgrannen auf der Innenseite mit zirka 1 cm langen Fiederhaaren. Kahler Halbstrauch.
E. g 1 aucophy 1 lum pag. 1717.
14*. Fruchtgrannen innen kahl, aussen mit kurzen Haaren 15.
15. Kronblätter meist nur so lang wie die Kelchblätter, ungefleckt. Frucht dz 2 bis 5 cm lang.1» bis 2«jährige Arten') 16.
15*. Kronblätter mindestens 2 bis 3 mal so lang wie die Kelchblätter, oft gefleckt 18.
16. Sprosse wollig behaart, dicht drüsig. Frucht i 2 bis 2'/i cm lang E. malacoides pag. 1717.
16*. Sprosse rückwärts abstehend behaart, nicht drüsig. Frucht 3 bis 6 cm lang 17.
17. Doldenhülle aus zwei 4 bis 5 mm langen Tragblättern gebildet. Kronblätter meist länger alsder Kelch. Mediterrane Art E. laciniatum pag. 1717.
17*. Doldenhülle aus vielen 2 bis 4 mm langen Tragblättern gebildet. Kronblätter l'/a bis 2 malso lang wie der Kelch. Australische Art E. cygnorum pag. 1717.
18. Einjährige, fast kahle, drüsenlose Art. Frucht i 4 bis 5 cm lang. . E. Texanum pag. 1717.
18*. Drüsige Halbsträucher. Frucht i 3 cm lang. Zierpflanzen 19.
19. Kelchblätter begrannt. Kronblätter ungleich E. pelargoniif 1 or um pag. 1717.
19*. Kelchblätter stumpf. Kronblätter gleichartig E. hymenodes pag. 1717.
1793. Erodium cicutarium 8 ) (L.) L'Herit. (= Geränium cicutarium L., = G. viscösum Mill.,= G. pentändrum Gilib., = Erodium cicutifölium Salisb., = E. pilösum und E. viscösumSteudel, = Herödium cicutarium Rchb.). Hirtennadel, Fieder» oder SchierlingsblätterigerReiher» oder Stordienschnabel 2 ). Franz.: Cicutaire, aiguille du berger, bec de grue; im Unter»Wallis: Erba=fourtsetta; engl.: Storks=bill, Hemlock, herons=bill; niederl.: Reigersbeck; dän.:Tranehals; ital.: Cicutaria, ago di pastori, becco di grue, becco di oca; Rätorom. (Bergün):Furtgettas. Taf. 174, Fig. 3; Fig. 1617 b, 1650, 1653 und 1654.
Wie die verwandten Geranium.Arten hat auch diese Pflanze fast alle ihre Namen von der Gestaltder Früchte erhalten: Aebärsnäbel (Hannover), Seiss'lblom [Sensenblume] (Altmark), Strähl [= Kamm](Nahegebiet), Spängelschopp [Spengel.Nadel] (Rheinlande), Kränhaxen (Niederösterreich), Uhrradl[hygroskopische Bewegungen 1] (Niederösterreich), Heugabeln (Colmar). Andere Benennungen sind nochFranzenkraut (Westfalen), Dielebosche, Dielposs, Giretmannsblume (Nahegebiet).
Ein» bis 2»jährig, selten (nur mediterrane Unterarten) mehrjährig, mit meist dünner, wenigverzweigter Pfahlwurzel. Keimblätter 3= bis 5=zählig=fiederlappig. Sprosse von zerstreuten bisziemlich dichten, einfachen, abstehenden Haaren + rauh, meist nicht oder wenig, selten dichtdrüsig behaart. Stengel an den überwinternden, im Vorfrühling blühenden, an den einjährigen,
') Eine Ausnahme bildet das ausdauernde E. 1 i t ö r e u m Leman aus dem westlichen Mittelmeergebiet.Die Angaben über dessen adventives Vorkommen in Solothurn beziehen sich auf E. cygnorum.
a ) Nach der Aehnlichkeit der Laubblätter, der Dolden und des Geruchs mit denjenigen von Umbelliferen(Cicuta). Dieser Vergleich findet sich neben demjenigen mit einer Nadel (Acus pastöris) schon allgemein beiden Autoren des 16. und 17. Jahrhunderts: Geränium skandikophyllon Thal 1577 (der Vergleich mit Scandixist treffender als der mit Cicuta, welcher Name aber für ganz verschiedene Umbelliferen gebraucht wurde!),Geränium cicutae folio inodorum Bauhin, G. myrrhinum u. a. Bock nannte die Art einfach Geräniumminus, und noch heute heisst vielfach nur diese Art im Volk Storchenschnabel, wogegen die Geranium.Artenmeist anders genannt werden und Reiherschnabel ein moderner Büchername ist. Ob unter dem yeQciyiov[geränion] des Dioskurides und dem Cranchsnabel der heiligen Hildegard E. cicutarium oder das eben«falls schon lange als Heilpflanze gezogene E. moschatum zu verstehen ist, bleibt unentschieden.