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Oxalidaceae, Geraniaceae, Tropaeolaceae, Linaceae, Humiriaceae, Erythroxylaceae, Zygophyllaceae, Cneora»ceae, Rutaceae, Simarubaceae, Burseraceae, Meliaceae, in die zweite Unterreihe der Malpighiineae mitden 3 rein tropischen Familien der Malpighiaceae, Trigoniaceae und Vodiysiaceae, in die 3 Unterreihe derPolygalineae mit der australisdien Familie der Tremandraceae und den Polygalaceae, in die 4. Unterreiheder Dichapetalineae mit der Familie der Didiapetalaceae und in die 5. Unterreihe der Tricöccae mit denFamilien der Euphorbiaceae und Callitrichaceae. Diese Einteilung ist jedoch in vielen Punkten unhaltbar, sodass nach neueren Untersuchungen einzelne Familien mit Recht in ganz andere Reihen eingeordnet werden(näheres bei den einzelnen Familien). Vor allem hat die botanische Systematik in den beiden letzten Dezenniendurch die Serodiagnostik ein höchst wertvolles Hilfsmittel erhalten, durch dessen Anwendung die bisherigenSysteme, darunter auch das in dieser Flora befolgte (von Adolf Engler herrührende), in vielen Beziehungenberichtigt worden sind. Die theoretischen Grundlagen der Eiweissreaktionen behandeln z. B. A. v. Tscher«mak (Allgemeine Physiologie. Bd. I, pag. 213ff. Berlin, 1916) und Erwin Janchen (Die Methoden der bio«logischen Eiweissdifferenzierung. Mitt. Naturw. Ver. Univ. Wien. Bd. XI, 1913), ihre spezielle Anwendung aufdie botanische Systematik vor allem C. Mez (Anleitung zu sero=diagnostischen Untersuchungen für Botaniker.Botan. Archiv. Bd. I. Königsberg 1922) und Gohlke, K. (Die Brauchbarkeit der Sero »Diagnostik für denNachweis zweifelhafter Verwandtschaftsverhältnisse im Pflanzenreiche. Stuttgart und Berlin, 1913), die Begründerder Königsberger sero-diagnostischen Schule, die jetzt schon die meisten Pflanzenstämme durchgearbeitet oderdoch in Angriff genommen hat (vgl. die Arbeiten von Malligson, Hoeffgen, Alexnat, Kohz, Wor-seck und Kirstein im Botan. Archiv. Bd. I und II, 1922, von Guttmann und anderen, ebenda 1924).Das zu den Präzipitations« und Konglutinationsreaktionen gebrauchte Immunserum wird von durch wiederholteInjektion mit dem Vergleichseiweiss geimpften Kaninchen gewonnen. Während nach den früheren Methodengrössere Mengen Sameneiweiss benötigt wurden, ist die Methode jetzt so verfeinert, dass schon kleine Mengenvegetativer Gewebe zu sicheren Reaktionen genügen (bei Thallophyten selbst weniger als */ J g Trockensubstanz).Von den Ergebnissen der genannten Untersuchungen sei hervorgehoben, dass die schon von A. P. de Can»dolle 1813 an den Anfang gestellten und neuerdings von Hallier, Bessey, Arber und Parkin für dieprimitivsten Angiospermen erklärten Polycarpicae (= Ranales) das wirklich sind und sich z. B. durch die Mag«noliaceae direkt an die Abietineen anschliessen. An sie gliedern sich nicht nur die Monokotylen an, sondernauch der Centrospermen=Ast mit den von Eichler, Warming, Engler, Wettstein u.a. für die primitivstenDikotylen gehaltenen Apetalen. Sowohl die Glumifloren wie die Amentifloren (Salicaceae, Casuarinaceaeusw.) erweisen sich nicht als Anfangsglieder von Entwicklungsreihen, sondern als Endglieder von Reduktions«reihen, die z. B. schon Goebel als solche erkannt hat. An die Rosales schliessen sich die Myrtiflorae und Umbelli«florae an, nicht die nach dem Eichler»Englerschen System hier auf sie folgenden Gruinales, die sich erstdurch Vermittlung der Columniferen und Euphorbiaceae an die Parietales anschliessen. Die Sympetalenerweisen sich als »polyphyletisch", indem die Primulales an die Centrospermen, die Bicornes an die Celastralesund nur die übrigen durch Vermittlung der Cucurbitaceae an die Parietales sich anschliessen, die bisher als Aus«gangspunkt aller Sympetalen gegolten haben (vgl. den von H. Gams zusammengestellten Stammbaum Fig. 1608).
61. Farn. Oxalidaceae. Sauerkleegewächse.
Ausdauernde, seltener 1= oder 2=jährige, zuweilen zwiebel» oder knollenbildendeKräuter (gelegentlich auch mit Polsterwuchs), seltener Bäume und Sträucher. Laubblätter Wechsel*ständig, oft zusammengesetzt, gefiedert oder meist gefingert; Blattstiel zuweilen blattartig(Phyllodium) verbreitert (Fig. 1609 e). Nebenblätter vorhanden oder fehlend. Blüten einzelnoder in gestreckten bis doldenähnlichen Wickeln, stets aus den Laubblattachseln entspringend,aktinomorph (selten der Keldi etwas asymmetrisch), 5»zählig, zwitterig, mit 1 Vorblättern, zu»weilen dimorph oder trimorph. Kelchblätter einander deckend, bleibend. Kronblätter- in derKnospenlage wechselwendig gedreht oder dachig. Staubblätter meist 10 (Fig. 1611 o), in1 Kreisen angeordnet; die inneren vor den Kelchblättern stehend, kürzer, die äusseren vorden Kronblättern stehend, länger, am Grunde miteinander verbunden, oft mit drüsigen An=hängen; Staubbeutel durch Längsrisse nach innen aufspringend. Fruchtblätter 5 (Taf. 174,Fig. 56), vor den Kronblättern stehend, miteinander und mit der säulenförmigen Blütenachsezu einem 5*fächerigen, isomeren Fruchtknoten verwachsen (Taf. 174, Fig. 5a), in die Griffel freiendigend; Griffel 5. Samenanlagen zentralwinkelständig, in jedem Fach 1 bis viele hängend, um=gewendet. Frucht eine Beere oder eine Kapsel und dann meist durch Längsspalten aufspringend;