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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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1717
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1717

Arten gehören zur Sektion Cicutäria Willkomm et Lange. Von Vertretern anderer Sektionen kommen alsZier, und Adventivpflanzen für das Gebiet die folgenden in Betracht:

1. E. glaucophyllum (L.) L'Herit. (= E. gläbrum Pomel, = Geranium crassifölium Forskai) aus demsüdlichen und östlichen Mittelmeergebiet. Der stattliche, schon 1732 in England kultivierte Halbstraudi gehörtzu der durch ihre lang gefiederten Grannen ausgezeichneten Hauptsektion P1 u m ö s a Boiss., der alle übrigenSektionen als Barbäta Boiss. gegenübergestellt werden. 2. E. pelargoniiflörum Boiss. et Heldreichaus Kleinasien. 3. E. hymenödes L'Herit. (= E. trilobätum Jacq., = E. trifölium Cav.) aus dem Atlas,seit 1789 in europäischen Gärten. Dient wie die vorige nah verwandte Art zur Bekleidung von Felspartien.

4. E. Texdnum A. Gray. Eine der wenigenim pazifischen Nordamerika wachsenden Arten.

Zu ihr scheint eine 1913 bei der KammgarnfabrikDerendingen (Kanton Solothurn) adventiv aufge»tretene Pflanze zu gehören. 5. E. laciniätum(Cav.) Willd. (= E. hispidum Presl, = E. ChiumSibth. et Sm. non Willd. und var. laciniätum Fioriet Paol., = E. Bötrys C. A. Meyer non Bertol.,

= Geranium maritimum Ucria). Im südlichen undöstlichen Mittelmeergebiet sehr verbreitet, in Süd»frankreich nur eingeschleppt, ebenso auch beiHamburg 1910 und in Südamerika. 6. E. m a»lacoides (L.) Willd. (= E. althaeoldes und E.malväceum Jord., = E. floribündum Battandier).

Malvenblätteriger Reiherschnabel; franz.: Frison,bec de cigogne. Im ganzen Mittelmeergebiet sehrverbreitet, eingebürgert auch auf den Kanaren,in Südafrika, Nord« und Südamerika. Vielleichtnoch ursprünglich bei Triest und in Friaul (Mon.falcone); sonst öfters adventiv, z. B. in Kärnten(Villach), im Hafen von Mannheim 1881 und inder Schweiz (Zürich seit 1916, Solothurn 1918).

7. E. cygnörum 1 ) Nees (= E. litöreum auct.non Leman) in Australien. Mit australischer Schafwolle eingeschleppt in Deutschland (Hannover), der Schweiz(mehrfach um Solothurn seit 1906 s Tuchfabrik Langendorf 1906, Kammgarnfabrik Derendingen seit 1908, Ober»dorf 1919), England und Schottland. Auf diese Art beziehen sich die Angaben über E. litöreum Leman inder Schweiz. 8. E. Cörsicum Leman (= E. malopoides Loisel. var. Corsicum DC. und var. subbiflörumMoris). Endemisch auf Korsika und Sardinien. Adventiv im Hafen von Mannheim 1881. 9. E. Reichärdi(Murray) DC. (= E. chamaedryoides [Cav.] L'Hörit., = E. dryadifölium Salisb.). Endemisch auf den Balearen, an»geblich auch auf Korsika. Seit 1783 in mitteleuropäischen Gärten. 10. E. grüinum 1 ) (L.) L'Herit. (= E.monsonioides Steudel ex Boiss.). Fig. 1652 und 1617 k bis m. Einheimisch wohl nur im östlichen Mittelmeer»gebiet, im westlichen wohl nur eingebürgert. Der grossen blauvioletten Blüten wegen bisweilen (besonders inbotanischen Gärten, in Schlesien schon im 17. Jahrhundert) kultiviert und verwildernd, auch mit Wolle oder Gras»samen verschleppt, so z. B. in Böhmen (Schlosspark bei Vorlik 1897), in Meseritz in Posen, bei der Döhrener Woll-wäscherei in Hannover und im Hafen von Mannheim. 11. E. Bötrys (Cav.) Bertol. (= E. gruinum [L.) L'Hdrit.var. ß Willd., var. botrys Pers. und var. mixtum Huter). Im ganzen Mittelmeergebiet als Ruderalpflanze ver»breitet, als Ballastpflanze auch in Nord» und Südamerika eingeschleppt, sonst auch öfters mit Schafwolle, so inBelgien, im Ruhrgebiet, bei Hamburg (Wollkämmerei am Reiherstieg) und in der Schweiz (Derendingen seit 1912,Liestal 1917). 12. E. b r a ch y cd rpu m (Godron) Thellung (= E. Botrys auct. non Bertol., = E. Botrys var. brachy»carpum Godron et f. montänum Brumh.) aus Chile. Eingebürgert in Kalifornien und vielfach eingeschleppt in West»europa bis Frankreich und Belgien. 13. E. cicönium") (L.) L'Herit. aus dem Mittelmeergebiet (weit verbreitet);adventiv in Istrien, Ungarn, Niederösterreich (an der Bahn bei Unteriaa), Schweiz (von C. Bauhin um 1600im Wallis gefunden, seither nicht mehr), Pfalz (Kleeacker bei Grünstadt), bei Hamburg und in Nordamerika.

14. E. geoides St.. aus Südamerika; adventiv in England, im Ruhrgebiet (Kettwig 1914) und in Anhalt(Hautwollfabrik Rodleben 1910). Die folgenden Gebirgspflanzen werden im Gebiet zuweilen zur Bekleidung

') Lat. cygnus = Schwan.') Lat. grus = Reiher.*) Lat. cicönia = Storch.

Fig. 1651. Erödium moschatum (Burm. f.) L'Herit. Früchte undTeilfrüchte in verschiedenen Entwicklungsstadien.