1664
als dankbare Zimmer, und Fensterpflanze, bis in die Alpentäler (Golzerenalp im Maderanertal bis 1420 m). Istwohl das „Geranium affricanum alchemillae hirsuto folio Hermanni", das nach J. v. Muralt 1715 in Zürichkultiviert wurde. In den Macchien des Mittelmeergebietes, z. B. in Spanien und an der Riviera, auch aufHawaii stellenweise völlig eingebürgert; in Mitteleuropa öfters verwildernd (z. B. am Forsthof bei Nürnberg),aber seiner Frostempfindlichkeit wegen bald wieder verschwindend. — Die meisten der sehr zahlreichen Garten»formen, die als Zonalpelargonien zusammengefasst werden, sind Bastarde sowohl mit den beiden folgenden,wie auch mit anderen Arten.
2. Pelargonium inquinans 1 ) (L.) Aiton (= Ger&nium inquinans L.). H er i n g s»G er aniu m, Schar»lachpelargonium.
Der vorigen Art recht ähnlich, aber die Sprosse ± dicht mit klebrigen, herb duftenden Drüsen»haaren besetzt. Blattspreiten bei der reinen Art ohne dunkle Binde. Dolden 6» bis 20»blütig. Blütenstiele
unter den 2 bis 3 cm langen Sporn»röhren ± 1 bis 7 mm lang. Kelch»blätter 7 bis S mm lang und 2 bis3 mm breit. Kronblätter breit ver«kehrt»eiförmig, i 15 bis 20 mm langund 4 bis 10 mm breit, hell bis leb«haft feuerrot, ohne dunkleres Saft»mal. Frucht ± 3 1 /» cm lang, amSchnabel dicht behaart.
In den Baumsteppen derKaffernländer und in Natal heimisch ;durch Bischof Comp ton 1714 inEngland eingeführt, seither wie dievorhergehende Art häufig kultiviert,aber gleich dieser immer mehr durchdie Bastarde (pag. 1666) verdrängt.Eingebürgert im Mittelmeergebiet,auf St. Helena und den Hawaii.Inseln.
3. Pelargonium peltätum (L.)Aiton. Efeu» oder Schildgera"nium. Fig. 1619 f, g.
Stengel schlaff, aufsteigend,niederliegend oder hängend, i kan«tig, wie die Laubblätter nur kurz be»haart oder kahl, + 4 bis 10 dm lang.Laubblätter Wechsel» oder gegenstän»dig, mit innerhalb der ziemlich flei-schigen, 5» bis 7«lappigen, ± ganz»randigen, stets ungefleckten Spreiteinseriertem, 1 bis 8 cm langem Stiel.Dolden ± 5» bis 7»blütig. Blütenstieleunterhalb der 2 bis 4 cm langen Sporn,röhre 3 bis 5 mm lang. Kelchblätter± 10 mm lang und 2 bis 3 mm breit,kahl oder behaart. Kronblätter verkehrteiförmig, ± 25 mm lang und 7 mm breit, meist hell karminrot, die beidenoberen mit dunkler rotem Saftmal. Frucht ± 3 cm lang, am Schnabel grauhaarig. Fast das ganze Jahr blühend.
Aus den Kaffernländern und dem südostafrikanischen Küstenland; zuerst 1701 von der Herzogin vonBeaufort nach Europa gebracht. Im Mittelmeergebiet stellenweise in Macchien (z.B. an der Riviera) und anMauern eingebürgert. Als Einfassungs», Balkon» und Ampelpflanze sehr häufig kultiviert, besonders auch inFormen mit gefüllten Blüten, ebenso auch das durch herzförmige (nicht schildförmige) Laubblätter verschiedeneP. 1 a 16 r i p e s L'Herit. und Bastarde mit diesem. Recht frostempfindlich.
4. Pelargonium odoratfssimum 2 ) (L.) Aiton (= P. odörum Salisb., = • Geranium odorätum Burm. f.,
Fig. 1620. Pelargonium grandiflorum — Hybride („Französisches Pelargonium").a Habitus, b Blüte in natürlicher Grösse.
*) Lat. inqumare = beschmieren; wegen der klebrigen Drüsenhaare.
2 ) Unter diesem Namen wird oft auch fälschlicherweise die folgende Art samt ihren an den tief zer.teilten Laubblättern und gefleckten Kronblättern kenntlichen Bastarden kultiviert.