1663
15. Blattspreiten verlängert herzförmig, kurz filzig behaart. Seit 1774 in Europa kultiviert.
P. cordätum L'Hdrit.
15*. Blattspreiten nierenförmig, lang behaart. Schon 1690 in England eingeführt.
P. cuculldtum (L.) Alton.
16. Nur 2 bis 4 dm hoher, kaum verzweigter Halbstrauch. Blattspreiten handförmig bis '/t oder */*in stark spreizende, gezähnte Lappen geteilt, ± kahl. Obere Kronblätter bis 3 1 /« cm lang, weisslich, mitrotviolettem Saftmal, die unteren kürzer und schmäler, ganz weiss. Stammpflanze der englischen Pelargonien.
P. grandiflörum Willd. pag. 1665.
16*. Blattspreiten ± fiederig geteilt oder doch mit fiederig zerteilten Lappen. Kronblätter kürzer . 17.
17. Bis 1 m hohe, ästige Sträucher mit nicht verdickten Wurzeln 18.
17*. Stengel meist verkürzt, bis zum Grund krautig. Wurzeln knollig verdickt 20.
18. Blattspreiten tief buchtig.fiederspaltig. Kronblätter rosa, die oberen bis 2 cm lang, purpurn ge«zeichnet. Seit 1794 in europäischen Kalthäusern und Zimmern als „Eichengeranium".
P. que r ci f oli um (L.) Alton.
18*. Blattspreiten handförmig tief gelappt. Starkduftende Arten 19.
19. Blattlappen doppelt fiedersdinittig (Fig. 1621), mit sehr schmalen Zipfeln. Blüten deutlich gestielt.Mit rosenähnlichem Duft. 1774 aus dem südwestlichen Kapland eingeführt, öfters in Bauernhäusern als „Rosen«geramum" P. Rädula (Cav.) L'Härit pag. 1665.
19*. Blattlappen buchtig fiederspaltig, mit meist stumpfen, gekerbten Zipfeln. Blüten fast sitzend. Mitherbem Balsamduft. 1774 eingeführt, selten rein in Kultur P. grav^olens L'Herit.
20. Kronblätter ungeteilt, spatelig oder verkehrt«eiförmig 21.
20*. Kronblätter in lineale Zipfel zerschlitzt, gelb 25.
21. Stengelknoten stark verdickt. Kronblätter einfarbig grünlichgelb. 1712 in Westeuropa eingeführt.
P. gib bös um (L.) Alton.
21*. Stengelknoten nicht oder wenig verdickt. Kronblätter i rot, oft mehrfarbig 22.
22. Laubblätter 3»teilig, beiderseits silberig behaart. Kronblätter Scharlach» bis feuerrot. Seit 1732in europäischen Gärten P. fülgidum (L.) Alton.
22*. Laubblätter nicht silberig behaart 23.
23. Laubblätter 2 bis 3 fach fiederschnittig, ähnlich denen von Achillea Millefolium. Kronblätterschwarzpurpurn, am Rand gelblich. Schon 1632 in Europa eingeführt, besonders im Süden des an Levkojenoder Hyazinthen erinnernden Geruches und der essbaren Knollen wegen kultiviert . . P. t r i s t e (L.) Aiton.
23*. Laubblätter nur einfach fiederteilig. Blütenstände mehrblütig. Wohl Gartenbastarde von P. ful«gldum, P. triste u. a. Arten ♦ 24.
24. Laubblätter ± dreizählig zerteilt. Kronblätter purpurn, mit hellerem Rand.
P. b i c o 1 o r (Jacq.) Aiton.
24*. Laubblätter fiederteilig. Kronblätter scharlachrot P. sanguineum Wendl.
25. Blattzipfel keilförmig. Blüten gestielt. Aus den Kaffernländern 1821 eingeführt.
P. schizop^talum Sweet.
25*. Blattzipfel schmallineal. Blüten sitzend. Erst 1864 eingeführt . P. Bowköri Harv. et Sond.
Von diesen Arten und ihren zahllosen Bastarden haben nur die folgenden 6 Arten mit einigenihrer Kreuzungen allgemeinere Verbreitung gefunden:
1. Pelargonium zonäle (L.) Aiton (= P. densiflörum [Edd. et Zeyh.] Steudel, = Geräniurn zonaleL., = Geraniosp6rmum zonale O. Ktze.). Gürtel« oder Zonalgeranium, Gürtelstorchschnabelj engl.■. Horse«shoe»geranium. Fig. 1619 a bis e.
Halbstrauchig, ± 2 bis 4 (die meist hybriden Gartenformen z. T. bis 10) dm hoch. Stengel ± auf«recht, weichholzig, ± 7 bis 10 mm dick, i ästig, mit fleischigen, zerstreut abstehend behaarten Zweigen (wennstärker drüsig, vgl. P. inquinans x P. zonale). Laubblätter wechselständig, mit ziemlich langem Stiel und rundlich»herzförmiger, seicht gelappter und stumpf gekerbter, anfangs beiderseits i rauh behaarter, später oft ver«kahlender, oberseits fast stets mit dunkelbraunem Gürtelband versehener Spreite. Nebenblätter breit ei»förmig, 1 bis 2 cm lang und i 1 cm breit. Dolden i 9« bis 27»blütig, mit i 1 bis 2 dm langem, behaartemoder verkahlendem Stiel und breiteiförmigen, bis 1 '/* cm langen Hüllblättern. Blütenstiele unterhalb des Sporns2 bis 10 mm lang, der obere Teil mit dem i ebenso dicken und 2*/» bis 3 '/» cm langem Kelchsporn verbunden.Kelchblätter lanzettlich, spitz, i 9 bis 11 mm lang und 2 bis 3 mm breit. Kronblätter spatelig, 15 bis 20 mmlang und nur 4 bis 6 mm breit (wenn breiter, vgl. P. inquinans X P. zonale), meist karminrot oder rosa bis weiss,ohne dunklere Zeichnung. Frucht 3 bis 3 1 /« cm lang, am Schnabel kurz behaart. Blüht fast das ganze Jahr.
Aus Südafrika 1710 durch die Herzogin von Beaufort nach Europa gebracht und seither in zahl«reichen Formen und Bastarden (besonders mit P. inquinans) kultiviert, sowohl in Gartenbeeten, wie besonders
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