1662
in den Grannen die äusseren Epidermiszellen, deren dicke Membranen fast das ganze Lumen verdrängen,beinahe die Hälfte des Querschnitts ein. Die Keimung der Samen erfolgt im Dunkeln besser als im Lidit (Kinzel).
Die wichtigsten Stammarten der jetzt in Europa gezogenen, fast durchwegs hybridogenen Pelargonienunterscheiden sich folgendermassen (wo nichts anderes bemerkt, stammen sie aus dem Kapland) i
1. Alle Laubblätter grundständig, spatelig, allmählich in den Stiel verschmälert. Kronblätter gelblich,weiss, bis 3 cm lang. Seit 1872 in Kultur P. oblongdtum E. Mey.
1*. Stengel stets deutlich entwickelt, beblättert 2.
2. Blattspreiten ungeteilt oder höchstens bis zur Mitte gekerbt oder gelappt. Wurzeln meist nichtverdickt 3.
2*. Blattspreiten bis über die Mitte gelappt oder einfach bis mehrfach fiederteilig. Kronblätter oftgefleckt . . 16-
3. Stengel niederliegend oder aufsteigend. Blattspreiten zu '/* bis V 1 in stumpfe, gezähnelte Lappengeteilt. Blüten sitzend, die Dolden daher kopfig. Krone einfarbig rosa. Seit 1790 in Europa.
P. capitätum (L.) Aiton.
3*. Blüten deutlich gestielt (bei P. inquinans oft sehr kurz gestielt). 4.
4. Blattrand gekerbt oder gezähnelt. Stengel meist steif aufrecht 5.
4*. Blattrand ganz, weder gekerbt noch gezähnelt. Spreiten einfarbig. Kronblätter stets einfarbig . 13.
5. Wenigästige Halbsträucher mit fleischigen Stengeln. Blattspreiten handförmig«vielnervig, gekerbt,oft mit dunklem Band. Kronblätter stets einfarbig 6.
5*. Reichästige Sträucher. Blattrand gekerbt oder gezähnelt. Zimmer- und Kalthauspflanzen . . 8.
6. Blattgrund deutlich herzförmig. Beide Blattflächen behaart 7.
6". Blattgrund keilförmig. Beide Blattflächen kahl. Aus den Kaffernländern, seltener wie die beiden
folgenden kultiviert P. scändens Ehrh.
7. Laubblätter etwas rauh behaart, oft ± verkahlend, oberseits mit dunklem Ring (Fig. 1619a). Dolden zk 9»bis 27>blütig. Blütenstiele bis 15 mm lang. Kronblätter schmal verkehrt«eiförmig bis spatelig. Die am häufigstengezogene Art P. zondle (L.) Aiton pag. 1663.
7*. Laubblätter dicht weich und ± drüsig behaart, reinrassig ohne dunkle Zeichnung. Dolden ± 6.bis 20.blütig, Blütenstiele nur 1 bis 7 mm lang. Kronblätter breit verkehrteiförmig. Seltener rein als mit dervorigen Art gekreuzt in Kultur P. inquinans (L.) Aiton pag. 1664.
8. Dolden nur 1« bis 3-blütig. Kronblälter sehr ungleich, stets dunkel gefleckt 9.
8*. Dolden ausser bei P. crispum mehrblütig. Kronblätter nicht dunkel gefleckt (wenn sehr gross
und dunkel gefleckt, vgl. die Bastarde des P. grandiflorum) 11.
9. Blattspreiten rundlich, spitz gezähnt, ± 2 bis 3 cm gross, weich behaart bis verkahlend. Krön»blätter weisslich, purpurn gefleckt P. 6legans (Andr.) Willd.
9*. Blattspreiten lanzettlich bis lineal, nur oberwärts eingeschnitten bis etwas gelappt, dicht behaart.Kronblätter mit ± purpurner Grundfarbe
10. Obere Kronblätter schwarzpurpurn, am Rand heller, die unteren ± weiss. Im Habitus an Violatricolor erinnernd. Seit 1791 in europäischen Gärten als «Dreifarbiges oder Reichsfarben.Geranium", aberrecht empfindlich P. violdreum Jacquin (= P. tricolor [Kerner] Cur.).
10*. Obere Kronblätter nur wenig dunkler als die unteren gleichfalls roten.
P. coronopifölium Jacquin.
11. Blattspreiten beiderseits weich behaart, unterseits filzig, seicht 5. bis 7.1appig. Kronblätter schmal,weisslich, nur am Grund karminrot. Mit Pfefferminzgeruch. Seit 1790 in Europa, besonders als Zimmerpflanze.
P. tomentösum Jacquin.
11*. Blattspreiten nur schwach behaart. Kronblätter rosa . . . . 12.
12. Blattspreiten 27» bis 3 cm lang, rundlich-herzförmig bis herznierenförmig, mit flach gekerbtembis gezahntem Rand . . P. odoratissimum (L.) Aiton pag. 1664.
12*. Blattspreiten nur 1 bis 2 cm lang, die oberen bis zur Mitte in 3 Lappen mit spitz gezähneltem,krausem Rand geteilt. Seit 1774 in Europa als Zimmerpflanze P. crispum (L.) L'lIdrit.
13. Stengel dünn, niederliegend, aufsteigend oder hängend. Blattspreiten stumpf 5« bis 7-lappig,meist ganz kahl . 14.
13*. Stengel 1 bis 1 */» cm dick, weichholzig, ± aufrecht, ästig. Blattspreiten rundlich, ± dicht behaart.Stammarien der „Englischen Pelargonien" 15.
14. Blattstiel in der Mitte der Spreite inseriert, diese also schildförmig. Schon seit 1701 in Europahäufig kultiviert und im Süden i verwildernd P.peltdtum (L.) Aiton pag. 1664.
14*. Blattstiel am Grund der Spreite inseriert, sonst der vorigen Art sehr ähnlich. Seit 1787 in euro»päischen Gärten P. latdripes L'H^rit.