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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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Krone und scheint mit fortschreitender Anpassung an Bienen» und Schmetterlingsbesuch in Zusammenhang zu stehen.Mit den Oxalidaceae gemeinsam ist die Obdiplostemonie, d. h. eine durch die Dorsiventralität der Petalen bewirkteUnterbrechung in der Alternanz der Blütenkreise, so dass der äussere und ältere der beiden Staubblattkreise vorden Kronblättern statt vor den Kelchblättern steht. Frank erklärt diese Erscheinung so, dass er die zwischen denKelchblättern und inneren Staubblättern stehenden (bei Pelargonium fehlenden und in ihrer Funktion durchden Honigsporn ersetzten) Honigdrüsen für umgewandelte Blütenblätter hält. Die Staubblätter reifen meistvor den Narben (Proterandrie) und verlieren oft frühzeitig die Staubbeutel, die bei denen des äusserenKreises oft gar nicht mehr zur Ausbildung gelangen. Dennoch bleiben die Filamente zumeist erhalten.Ihre oft sehr stark verbreiterten und manchmal behaarten, i verbundenen Grundteile, die nach Glückebenso wie die Kelchblätter (mit Ausnahme ihrer Grannen) Stipulargebilde darstellen, bilden nicht nureine Decke über cjen Honigdrüsen (Fig. 1652 c), sondern wirken auch bei mehreren Geranium» Arten beider Entfaltung als Schwellkörper. Die oft sehr grossen Pollenkörner sind stärkereich und platzen leicht beiBenetzung; die Exine zeigt ähnliche Wabenskulptur wie die Samenschale vieler Arten. Als Bestäuber wirkenhauptsächlich Schwebfliegen, Apiden und Falter; viele kleinblütige Geranium» und Erodium.Arten sind autogam. Die Schnabelfrucht wurde verschieden gedeutet: die Mittelsäule wird (fälschlich) für die Verlängerung derBlütenachse oder für ein Karpellgebilde (Hofmeister, Guillaumin) gehalten; nach letzterem (in AnnalesSc. nat. 9. s6r. Bd. XIX, 1914) wird sie von den basalen Fiedern der als umgewandelte Fiederblätter gedeuteten Kar»pelle gebildet, deren mittlere Fiedern die Plazenten und Samenanlagen und deren Endfiedern die Fruchtklappen mitden Grannen liefern sollen. Während bei allen Erodium« und Pelargonium.Arten und mehreren Geranium»Arten die 5 Teilfrüchte samt den sich von der Mittelsaule loslösenden, hygroskopischen Grannen und mit denSamen abgeworfen werden, bleiben die Grannen bei anderen Geranium.Arten mit der Mittelsäule verbundenund werfen nur die Samen oder auch die diese umschliessenden Fruchtklappen ab. Diese Früchte bezeichnetdaher Olbers als echte Kapseln, die anderen als Spaltfrüchte; doch lässt sich eine scharfe Trennung nichtdurchführen. In beiden Fällen handelt es sich zumeist um typische Schleuderfrüchte. Ihr Aufbau ist besondersvon Hofmeister, Delpino, Hildebrand, Steinbrinck (in Botan. Zeitung. Bd. XXXV, 1878, pag.580/85, 593/98, 609/13, in Ber. Deutsch. Botan. Ges. Bd. VI. 1888, pag. 385/98 und in Schwendener»Festschr.1899, pag. 181/82), Zimmermann, Albr. (in Pringsheims Jahrb. für wiss. Botanik, Bd. XII. 1881, pag. 567/73)und Sörensen, W. (in Bull. Acad. r. Danemark, Kopenhagen 1911) untersucht worden. Die Einrollung derGranne, die bei Geranium in einer Ebene (uhrfederartig), bei Erodium und Pelargonium dagegen in einerlinksgewundenen Spirale verläuft, beruht darauf, dass die Grannen von einem dicken Stereomband durchzogenwerden, dessen innere Zelllagen sowohl mechanisch wie chemisch sehr widerstandsfähige, dicke Wände auf»weisen, während die äusseren und besonders auch die dünnwandigen Epidermiszellen bei Eintrocknung schrumpfen.Eine Ausnahme bildet Pelargonium, bei dem die äussere Epidermis aussen sehr stark verdickt und durch ihreQuellbarkeit an der Einrollung aktiv beteiligt ist. Die Einrollung kommt einzig durch den asymmetrischen Bauder mittleren Stereomteile zustande, der sich bei Erodium schon in der asymmetrischen Stellung der unreifenFruchtklappen äussert. Bei Erodium erstreckt sich der Hohlraum der Fruchtfächer bis in die Grannenspitzen(Fig. 1617 k). Am Schleudermechanismus scheinen auch die bei Erodium und Pelargonium an der Innenseiteder Grannen sitzenden, durch eine Ringfalte am Grund versperrten, starren Borstenhaare beteiligt zu sein, dieauch bei der Verbreitung durch den Wind und durch Tiere und beim Einbohren in den Boden mitwirken (Bohr,kletten). Anatomische Merkmale, die die vegetativen Organe aller Geraniaceen charakterisieren, sind nichtbekannt. Den Stengel« und Blattbau untersuchten besonders Bergendal (Undersökningar öfver Geraniaceernasbyggnad tillika med nägra jemförande blickar andre Gruinaler. Acta Univ. Lund. Bd. XIX, 4, 1882/83),Jännicke (Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Geraniaceen. Abh. der Senckenberg. naturf. Gesellsch.Bd. XIV, 1886), Brun! es, Stefan (Anatomie der Geraniaceenblätter in Beziehung zur Systematik der Familie.Diss. Breslau, 1900) und Legault, A. (Recherches anatomiques sur l'appareil v<Jg6tatif des G6raniac£es. 1908,Ref. in Compt. rend. Acad. Paris. Bd. CXLVII, 1908, pag. 382). Weitere Literatur bei Solereder (Systema»tische Anatomie der Dicotyledonen. 1899, pag. 192). Die primäre Rinde der Wurzel zeigt an den Radialwändender äusseren Schicht eigentümliche Verdickungen. Das hypokotyle Stengelglied zeigt einen ähnlichen Bau wie dieWurzel. Im Stengelbau ist das regelmässige Vorkommen eines Bastzylinders bemerkenswert, der die meist 15bis 16 Blattspurstränge darstellenden Leitbündel umschliesst. Diese zeigen oft ± konzentrischen Bau. DieEpidermiszellen sind oft auffallend ausgebuchtet. Die Gefässe alter Stengelteile werden durch grosse Thyllenverstopft. Ganz abweichenden Stengelbau zeigen die xerophytischen Gattungen Sarcocaulon und Pelargonium.Bei den schattenliebenden Geranium»Arten (besonders G. Robertianum und G. lucidum) sind die mechanischenGewebe schwach entwickelt und die Versteifung erfolgt hauptsächlich durch den Turgor. Sehr verbreitetsind in allen Geraniaceengruppen, doch in keiner Gattung bei allen Arten, ölabsondernde Drüsenhaare. Diesebestehen meist aus einem dünnen, mehrzelligen Stiel und einer grösseren Köpfchenzelle. Näheres überdas Oel, dessen Hauptbestandteil der Alkohol Geraniol bildet pag. 1661. Sehr verbreitet sind auch Gerb»