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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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1646
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Zu der Gattung gehören etwa 300 Arten, die besonders in Südafrika (inkl. Madagaskar, Mauritius),sowie im tropischen und subtropischen Amerika verbreitet sind. Die unserem Sauerklee (Oxalis Acetosella)ähnliche O. Magellänica Forst, ist ein Beispiel einer antarktischen Art, die gleichzeitig die Südsp'tze von Amerikaund Neuseeland bewohnt. Als Wasserpflanze dürfte einzig O. ndtans L. vom Cap in Betracht kommen.In Gärten werden zuweilen kultiviert und verwildern gelegentlich! Oxalis floribünda Lehm. Bis 30 cmhohe Staude oder Halbstrauch mit dicker, holziger Grundachse; Glieder derselben kurz, knollenartig. Laub«blätter 3»zählig, sehr lang gestielt; Blättchen verkehrt«herzförmig bis 2»lappig, weichhaarig, unterseits oft rotüberlaufen. Blütenstände vielblütig. Kronblätter keilförmig, fast 1 cm lang und 0,5 cm breit, schwach ausgeratend,rosenrot. Heimat: Brasilien. Hie und da in Gärten als Einfassungspflanze kultiviert und zuweilen verwildernd.Wird öfters mit O. Martiana verwechselt. O. violäcea L. 10 bis fast 20 cm hohe, fast oder ganz kahleStaude mit unterirdischer Zwiebel mit bräunlichen, gewimperten Schalen. Laubblätter meist zu 4 bis S, langgestielt; Blättchen verkehrt»herzförmig, am Mittelnerven mitunter spärlich behaart. Blüten in schlanken, dieLaubblätter überragenden, 3» bis 12»blütigen Infloreszenzen, 1,5 bis 2 cm lang. Kelchblätter stumpf. Krön«blätter 3 mal so lang als der Kelch, stumpf oder gestutzt, purpurrosa, gegen den Grund zu heller, selten ganzweiss. Heimat: Nordamerika, südlich bis Chile. Seit 1772 in Gärten als Einfassungspflanze hie und da kultiviert,leicht verwildernd. O. Martiäna Zucc. (= O. ürbica St. Hil., = O. bipunctdta Hook, nec O. floribündaLehm., = O. corymbösa DC.). Pflanze mit zusammengesetzter Zwiebel. Laubblätter mit behaarten Stielen-,Blättchen breit verkehrt-herzförmig, vorn tief ausgerandet, beiderseits behaart, unterseits drüsig punktiert.Blüten auf weichhaarigem, mit an der Spitze drüsigen Hochblättern besetztem Blütenstengel in meist zusammen«gesetztem, 12« bis 30»blütigem Blütenstand. Kelchblätter stumpflich, an der Spitze mit 2 Drüsen. Kronblätterbis 2 cm lang, kahl, rosa bis purpurn, am Grunde gelblich. Staubblätter behaart, ungezähnt. Griffel dichtbärtig. Heimat: Brasilien, Westindien, Asuncion, Mauritius. In Gärten hie und da angebaut und verwildert,doch nur unbeständig, so in Bern als Ackerunkraut hinter dem Schänzli (1901) und einmal bei Potsdam beob«achtet. O. lasiändra Zucc. Den beiden vorigen Arten ähnliche, 30 bis über 40 cm hohe Pflanze. Laub«blätter mit 5 bis 9 spatelig»eiförmigen, bis 7 cm langen und 2,5 cm breiten, am Rande krausen, dunkelgrünen,unterseits helleren und rot gefleckten Blättchen. Blütenstand bis 20«blütig. Kronblätter schön karminrot, aussenfein behaart. Staubfäden stark zottig behaart. Heimat: Mexiko. Seit 1840 in Gärten als reichblütige Ein«fassungspflanze gebaut. Kommt in 3 Formen vor, in einer kurz», mittel» und langgriffeligen Form. O. Val»d i v i <S n s i s *) Barn^oud. Einjährige bis ausdauernde (so als Topfpflanze), 1,5 bis 2,5 cm hohe Staude mitkrautigen, saftigen, brüchigen, glatten, dicht stehenden, graugrünen Stengeln. Laubblätter lang gestielt, 3«zählig;Blättchen verkehrt.herzförmig, zart, grün. Blütenstände blattachselständig, am Grunde gegliedert, doldig, an derSpitze meist 2»gabelig, 24» bis 30=blütig. Blüten anfangs aufrecht, später herabgebogen. Kronblätter dunkelgelb,aussen etwas rötlich, nur in der Sonne sich öffnend. Heimat: Chile. Seit 1862 in Gärten auf Beeten, Felspartienusw. als Einfassungspflanze kultiviert und vielfach verwildernd; im Süden (Deutsch«Matre in Tirol) fast eingebürgert.V bis Herbst. O. lob ata Sims. Ausdauernde, bis 10 cm hohe Pflanze mit oft dick fleischigen Wurzelnund einfacher Zwiebel. Stengel fehlend. Laubblätter 3»zählig; Blättchen verkehrt.eiförmig, tief 2.1appig, kahloder unterseits behaart und rot überlaufen. Blütenstengel die Laubblätter (bis um die Hälfte) überragend,bis 10 cm lang, dünn, kahl. Kelchblätter lanzettlich, kahl. Kronblätter 3 mal so lang als der Kelch, keilförmig,gestutzt, gelb, schwach rot«punktiert. Heimat: Brasilien, Chile. Seit 1823 in Gärten oder als winter.blühende Topfpflanze kultiviert, aber nur im Süden winterhart. Spätherbst bis II (III). O. varidbilisLindl, aus dem Capland (seit 1775 eingeführt); O. purpürea Thunb. aus dem Capland; O. mutäbilis Sond.aus dem Mittelmeergebiet; O. versicolor L. aus dem Capland (seit 1774 bekannt); O. enneaphylla Cav.von den Falklandinseln (seit 1875); O. articuläta Savign. aus Südbrasilien (seit 1870); O. c6rnua Thunb. seit1757 aus dem Mittelmeergebiet (diese Art erscheint nach L i n d i n g e r auf den Kanaren in dichten Massen auf Wiesen,blüht aber nur vereinzelt. Die Kühe fressen das Kraut gern; doch soll es diesen nicht gut bekommen. Kindersaugen gern die Kronröhre aus); O. purpuräta Jacq. aus dem Capland; O. 6legans Humb. aus Peru undChile; O. Barreli^ri L. aus Süd«Brasilien; O. rösea Jacq. aus Chile (seit 1826 eingeführt); O. hirta L.(= O. sessiliflöra L., = O. macromisdius Spr.) aus dem Capland, O. tubiflöra Jacq., O. bifida Thunb.aus dem Capland, O. rösea Jacq., O. Ortgi^sii Regel (perennierend mit unterseits dunkelroten Laubblättern).Topfpflanze; Fig. 1609g, h, O. carnösa Molina (halbstrauchig, mit verdicktem Stengel und fleischigen Laubblattern[die stark vergrösserten, safterfüllten Epidermiszellen bilden das Wassergewebe]) usw. Die sommerblüti gen A rtenwerden besonders als Freilandpflanzen, die Herbst«, Winter» und Frühjahrsblüher als Topfpflanzen (in Wintergärten,als Ampelpflanzen) kultiviert. Die Vermehrung geschieht durch die Brutzwiebeln; die rübenartigen Wurzelnsind dazu ungeeignet. Die Blüten der meisten Arten öffnen sich nur in der Sonne.

') Benannt nach der Provinz Valdivia in Chile.