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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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Klappen oben und unten ein wenig verbunden bleibend, die Samen herauspressend. Samen»schale hart (Oxalis Acetosella) oder dünn und zart, zuweilen mit eigenartig gespannter, äussererSchicht (scheinbarer Arillus).

Die lebenden Vertreter der Familie sind offenbar Reste einer früher stärker entwickelten Formengruppe.Sie schliessen sich den Geraniaceen sehr eng an, sodass sie von Bentham.Hooker wie auch von Baillonnur als Untergruppe dieser Familie angesehen werden. Nach den sero. diagnostischen Untersuchungen vonFranz Hoeffgen (Botan. Archiv I [1922], Heft 2) zeigen die Oxalidaceen die stärksten Reaktionen innerhalbder Reihe der Geraniales mit den Sterculiaceae; der Ast des Stammbaumes, der die Oxalidaceen, Geraniaceen,Tropaeolaceen, Linaceen usw. trägt, dürfte etwa bei den Euphorbiaceen abzweigen (Fig. 1608). Die Familie umfasstetwa 360 Arten, die sich auf 8 Gattungen verteilen; diese bewohnen zum grössten Teil die tropischen und subtropischenGebiete. Für Mitteleuropa kommt als ursprüngliche Art einzig Oxalis Acetosella in Betracht. Ueber die weit,aus artenreichste und sehr formenreiche Gattung Oxalis siehe unten. Hieher gehören ferner i E i c h 1 e r i aProgel mit 2 Arten in Süd-Brasilien. BiophytumDC. mit etwa 20, durch das tropische Asien, Afrika undAmerika verbreitete Arten. Zur Demonstration der mechanischen Reizbarkeit wird in Gewächshäusern oft B. s e n s itivum DC. kultiviert, bei dem ähnlich wie bei Mimosa pudica sich die an einem dünnen Stengel befestigten,schopfartig angeordneten Fiederblätter sich paarweise aneinander legend senken. Hypseöcharis Remy miteiner Art (H. pimpinellifölia Remy) in den Anden von Bolivia. Av6rrhoa L., Gurkenbaum, mit 3 Arten,im tropischen Amerika, so Averrhoa Bilimbi L. mit säuerlichen, gurkenähnlichen, am Stamm und an denAesten entspringenden Früchten. A. Carämbola L., deren Früchte als durststillendes Mittel gegessen werdenund die deshalb in den Tropen kultiviert wird. Connaröpsis Planch. mit 3 im malayischen Archipelvorkommenden Arten, Dapänia Korth. mit einer Art (D. racemösa Korth.) auf Sumatra und Sarco>t h e c a mit einer Art im südlichen Borneo ; letztere Gattung wurde früher zu den Linaceen gestellt. Neuerdingssind durch J. R. Small dadurch, dass er Oxalis in mehrere Gattungen aufteilte, eine Reihe von weiterenGattungen entstanden, die aber nicht den Rang von solchen verdienen.

CCCCXLI. Oxalis 1 ) L. (= Öxys [Tournef.] Adans., Acetosella [Moehr.]0. Kuntze). Sauerklee, Hasenklee, Kuckucksklee. Franz.: Surelle, pain decoucou, oseille; engl.: Wood sorrel; ital.: Acetosella, alleluja.

Ein» bis mehrjährige Kräuter und Stauden oder (z. T. kletternde) Sträucher oder Halb»sträucher mit einfacher oder knollig verdickter, fleischiger oder holziger Wurzel (Fig. 1611 a, b).Grundachse fehlend oder einfach, fleischig verdickt, oder mit fletschigen Blattbasen oder schuppen»förmigen Niederblättern besetzt, Ausläufer oder Zwiebeln treibend oder aber solche fehlend.Stengel krautig, fleischig (succulent) oder verholzt. Laubblätter ohne oder mit reduzierter, dem blatt»artig verbreiterten Blattstiel (Phyllodium) aufsitzender Spreite (Fig. 1609 e), oder Spreite einfach oderzusammengesetzt (1= bis 5» [bis 10=]zählig gefingert), mit dem Stiel durch ein stielartiges Gelenk»polster verbunden. Blatt» und Blütenstiele gegliedert. Blüten einzeln oder zu trauben» oderdoldenähnlichen Wickeln vereinigt. Kelchblätter 5, bleibend, frei oder am Grunde kurz ver»bunden, selten etwas asymmetrisch (O. carnosa), in der Knospenlage dachig. Kronblätter 5,frei oder am Grunde verwachsen, weiss, rot oder gelb, in der Knospenlage gedreht. Staub»blätter 10, frei oder meist am Grunde miteinander verbunden; die 5 äusseren, vor den Krön»blättern stehenden kürzer, die 5 inneren, vor den Kelchblättern stehenden länger. Frucht»blätter 5, miteinander verwachsen. Griffel 5, frei oder + lang miteinander verwachsen ; Narbenkopfig, zweilappig oder selten pinselig oder zerschlitzt. Frucht eine 5=fächerige, 5»eckige, ei»förmige bis längliche Kapsel, 5» oder 10»klappig sich öffnend; Klappen mit der Mittelsäule ver»bunden bleibend. Samen in jedem Fach 1 bis viele, elliptisch, flach, meist mit einem sich los»lösenden (Fig. 1611 m) und den Samen fortschleudernden, scheinbaren Arillus (genauer die starkgespannten äusseren, sich ablösenden Schichten der Samenwand). Keimling gerade oder ge=bogen; Keimblätter eiförmig oder elliptisch.

') Von griech. oft 's [oxys] = sauer und ä'A? [hals]schmeckenden Pflanze bei Nikandros.

Hegi, Flora. IV, 3.

= Salz; öSaXi; [oxalis] Name einer säuerlich

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