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matisch, sondern eng spaltenförmig ist. Nach A. Modry (Oesterr. Botan. Zeitschr. 1913 nr. 11, pag. 451 ff.)können die Samen durch Injektion von Aether schon in den Hülsen zur Keimung gebracht werden.
Die Kulturbedingungen sind im wesentlichen dieselben wie bei Ph. vulgaris, doch sind immer Stützenvon mindestens 3 m Höhe erforderlich. Meist werden die Feuerbohnen in „Pyramiden", an Gartenhäuschen,Zäunen und sonnigen Mauern gezogen, in vielen Gegenden nur als Zierpflanzen, da die Hülsen schnellerhart werden und der Ertrag geringer ist als bei Ph. vulgaris. Dafür sind sie anspruchsloser, ertragen z. B.mehr Feuchtigkeit und mehrere Grad Kälte. Als Zierpflanzen sind besonders die rot« und buntblühendenFormen in manchen Gegendensehr beliebt. Die jungen Hülsengeben aber auch ein sehr gutes Ge«müse und die schon von R o z i e r,
Miller, Lamarck, Gaudinund Martens lebhaft empfoh«lenen reifen Samen eine sehrnahrhafte, wenn auch der hartenSchalen wegen etwas grobe Speise.
Weisse Feuerbohnen sind auchals „Riesenbohnen" wiederholt inDeutschland eingeführt worden.
Besonders empfohlen wird einBrei aus weichgesottenen, durchein Sieb durchgedrückten, mitFleischbrühe oder Butter ge»kochten Feuerbohnen. MancheAutoren wie B o u 1 g e r berichtenfreilich auch von durch Ph. cocci.neus verursachten Beschwerden.
Phaseolunatin ist in den Samennicht nachzuweisen.
Der Bastard Ph. cocci»
neus L. X Ph. vulgaris L.. 1605. Cytisus Ratisbonensis Schaefier. Sträucher vor dem Blühen,
ist von Kör nicke (Botan. Phot. Dr. Emil Sc hmid-Gams, München.
Jahresber. 1876) u. a. beobachtet,
von Mendel und v. Tschermak auch künstlich erzeugt worden. Er ist selbst bei Kreuzung von Feuerbohne undBuschbohne fruchtbar. Die meisten Merkmale zeigen nach v. Tschermak in der 2. Generation unreine Aufspaltung.
Gattungsschlüssel der Leguminosen nach äusserlichen Merkmalen.
1. Laubblätter ungeteilt, verkümmert oder frühzeitig abfallend 2.
1*. Laubblätter gefiedert oder gefingert (bei Lathyrus Aphaca auf Ranke und Nebenblätter reduziert) 10.
2. Laubblätter ganz verkümmert oder durch zu Phyllodien verbreiterte Achsenteile ersetzt . . 3.2*. Laubblätter mit 1 wohlentwickeltem, deutlich abgegliedertem Blättchen 6.
3. Ruten» und Dornsträucher. Krone gelb. Alle 10 Staubblätter verwachsen (wenn Krone rot undd as oberste Staubblatt frei, vgl. Alhagi pag. 1462, wenn viele freie Staubblätter, vgl. Acacia pag. 1123) . 4.
3*. Einjähriges Kraut mit parallelnervigen Phyllodien. Krone rot. Oberstes Staubblatt frei.
Lathyrus Nissolia pag. 1608.
4. Dichter Dornbusch. Kelch zweilippig, braunzottig Ulex pag. 1190.
4*. Unbewehrte Rutensträucher. Kelch nicht zottig 5.
5. Locker verzweigter Strauch mit wechselständigen, fast stielrunden Zweigen. Kelch scheidig ver»längert (wenn Zweige stärker gerillt und Kelch kurz zweilippig, vgl. Sarothamnus pag. 1181). Nur medi«terran Spartium pag. 1213.
5*. Dicht verzweigter Kugelbusch mit gegenständigen, tief gefurchten Zweigen. Kelch 5»zähnig. Nurin den Südalpen Cytisanthus pag. 1193.
6. Halbstraucher und Sträucher. Blättchen nie drüsig . ? 7.
6*. Einjährige oder ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher. Blüten meist einzeln (wenn in Dolden,
vgl. Anthyllis pag. 1352) 9.
7. Blättchen nierenförmig bis fast kreisrund. Blüten rot, nicht schmetterlingsförmig, stammbürtig.Mediterraner Strauch Cercis pag. 1133.