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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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1119
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bakterien ist, ganz vorzüglich. Es wurden durch diese Baklerienimpfung Mehrerträge bis zu 2411 °/o erzielt,sodass diese in der landwirtschaftlichen Praxis in immersteigendem Masse angewendet wird (G. G e n t n e r).

Neben den Knöllchenbakterien, mit deren Tätigkeit wohl auch die Vorliebe vieler Leguminosen fürKalkboden in Verbindung steht, ist oft noch eine endotrophe Mykorrhiza vorhanden, so nach Stahl bei Cercis,vielen Genisteen, Onobrychis und Lathyrus vernus. Wurzelknollen kommen bei Galegeen (Indigofera, Psoralea),Vicieen (z. B. Lathyrus=Arten) und Phaseoleen (z. B. Apios) vor.

Den ganzen Sprossbau der Leguminosen beherrscht die zweizeilige Symmetrie, die offenbar nursekundär in vielen Fällen einem spiraligen Aufbau gewichen ist. Die Blättchen der gefiederten Laubblätter,von denen sich alle übrigen Blattformen ableiten lassen, nehmen an der Blattspindel dieselbe Stellung ein wiedie Laubblätter und damit auch deren Achselknospen und die aus ihnen hervorgehenden Zweige und Blüten»stände an der Sprossachse. Nur die dekussierte Stellung der Keimblätter (und der Laubblätter einzelnerGenisteen ; vgl. Cytisanthus) und der radiäre Bauder Mimosoideenblüten scheinen einem nochursprünglicheren Verhalten zu entsprechen. DieDorsiventralität, die bei den meisten Legumi»nosen die Laubblätter und mit Ausnahme derMimosoideen audi die Blüten beherrscht, greiftvielfach auch auf die vegetativen Sprosse undBlütenstände über, so bei vielen Trifolieen,

Galegeen und Vicieen, öfters selbst bei Ortho»tropen Sprossen (Fig. 1282). Im Gegensatzzu der Mehrzahl der Rosaceen scheinen beiden Leguminosen die Achsen erster Ordnungniemals mit Blüten abzuschliessen. Zwei«achsig sind viele holzige Leguminosen, unterden Papilionaten z. B. die meisten Genisteen(auch krautige Vertreter wie Lupinus), Poda»lirieen, Sophoreen und manche Galegeen (z. B.

Psoralea und Amorpha). Die Mehrzahl allerLeguminosen ist aber 3=achsig, d. h. die trau»bigen oder aus traubigen abzuleitenden Blüten»stände entstehen blattachselständig an derHauptachse (vgl. Fig. 1283 b, c). Dabei kanndiese langgliederig sein oder ganz oder nuram Grunde kurzgliederig, sodass ein Erdstock(Mesocormus) mit einer grundständigen Laub»blattrosette entsteht (Arten von Trifolium,

Anthyllis, Astragalus u. a.). Noch andere Fälleentstehen dadurch, dass die Hauptachse ent»weder selber zu einem Wurzelstock (Rhizom)wird oder aber überhaupt frühzeitig ihre Ent»widclung einstellt und durch aus den Achselnder Keimblätter oder der auf diese folgendenNiederblätter entspringende, bald als dicker,kurzhaariger Wurzelstock, bald als dünne, lang»gliederige Bodenausläufer entwickelte Seiten»achsen ersetzt wird. Die Blütenstiele sind als»dann Achsen 4. Ordnung (so z. B. bei Trifoliumrepens, T. montanum, T. pratense, T. mediumu. a., bei Arten von Astragalus und Hedysarum,vielen mehrjährigen Vicieen und Phaseoleen;vgl. Fig. 1283 d bis f). Eine atavistische Ver»

minderung der Achsenzahl kann auf zweierlei Weise erfolgen: 1. durchProlepsis", indem ausnahmsweiseneben achselständigen auch endständige Blütentrauben gebildet werden (beobachtet bei Laburnum, Medicago,Trifolium Sektion Chronosemium, Galega, Astragalus, Glycyrrhiza, Lathyrus Silvester), 2. durch Ausbildungvon endständigen Blüten (selten bei Laburnum, Securigera, Erythrina).

Die Holz» und Rindenstruktur ist für die einzelnen Sippen z. T. recht charakteristisch (Näheres hier»

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Fig. 1283. Schematische Darstellung des Sprossaufbaues krautiger Papilio-naten. Die Achsen erster und dritter Ordnung sind schwarz, diejenigenzweiter und vierter Ordnung hell gehalten, a Zweiachsige Pflanze (Lupinus).b Dreiachsige Pflanze mit Langspross und Stipellen (z. B. Galegeen). c Drei-achsige Pflanze mit Erdstock (z.B. viele Trifolieen). rf Vierachsige Pflanzemit Wurzelstock (z. B. Hedysarum). e Vierachsige Pflanze mit Bodenaus-läufern und Blattranken (Vicieen). / Vierachsige Pflanze mit windendemStengel (Phaseoleen). Original von H. üams.